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SCL Tigers in Zahlen

Punkte aus den letzten sechs Qualifikationsspielen nach der Olympiapause - wohlverstanden als einzige Mannschaft der National League. Eine derart lange Niederlagenserie gab es in der vierjährigen Ära von Headcoach Thierry Paterlini bislang erst zwei Mal. In der ersten Saison (2022/23) in den Runden zwei bis sieben. Die SCL Tigers landeten schliesslich mit 60 Punkten auf dem 13. Rang und sicherten sich den Ligaerhalt mit 4:2 Siegen in der Best-of-7-Playoutserie gegen Ajoie. Die zweite Nuller-Serie gabs letzte Saison in den Januar-Runden 34 bis 39 erneut nach einem Meisterschaftsunterbruch, diesmal über Weihnachten/Neujahr. In den verbleibenden 13 Partien jedoch drehten die Emmentaler gewaltig auf und stiessen mit 24 Punkten noch vom zehnten auf den achten Platz und damit ins Playoff vor.


43 Punkte erkämpften sich die SCL Tigers in den 26 Heimspielen. Die Heimbilanz war gleich gut wie jene von Zug (8.), Rapperswil (7.) und Lausanne (6.) sowie nur einen Punkt weniger als Lugano (5.) und die ZSC Lions (4.). 43 Punkte ist der zweitbeste Wert unter Thierry Paterlini nach den 46 Zählern vor einem Jahr. Die Heimbilanz zumindest ist Play-In-würdig. Anders sieht es hingegen bei der Auswärtsbilanz aus: 21 Punkte in 26 Spielen. Mit 0,8 Punkte im Durchschnitt belegen die SCL Tigers gemeinsam mit Biel den letzten Platz.


27 Zweiminutenstrafen, darunter zu viele der Kategorie «nicht zwingend», kassierten die SCL Tigers allein in den letzten sechs Spielen. Bei den meisten Regelverstössen befand sich der Stock an Orten, wo er nicht hingehört: unter anderem fünfmal Beinstellen, viermal Stockschlag, zweimal Crosscheck, einmal Haken und fünfmal Halten mit Stock und Armen. Strafen schwächen nicht nur eine Mannschaft, sie bringen auch die Linienzusammenstellungen durcheinander und brechen den Rhythmus. In Unterzahlzahl schicken die Coaches verständlicherweise die Spezialisten aufs Eis, für die Spieler des dritten und vierten Blocks entstehen dadurch längere Pausen. Wie gross die Belastung für einen Allrounder und Führungsspieler ist, zeigt das Beispiel von Juuso Riikola. In den letzten sechs Partien kam er bei fünf gegen fünf während gut 158 Minuten zum Einsatz, dazu 32 Minuten im Powerplay und gut 18 Minuten in Unterzahl. Zusammengezählt stand er demnach in 57,8 Prozent der Spielzeit auf dem Eis. Das ist selbst für einen erstklassigen Athleten wie Riikola ein wahrer «Marathon».

12.03.2026 :: Werner Haller (whz)