Ein Besucherzentrum, aber wo?

Entlebuch: Die Unesco Biosphäre (UBE) plant ein Zentrum für Besucher. Ein Konzept liegt vor, Standort und Finanzierung sind aber noch offen. Bis Mitte Jahr soll ein Entscheid fallen.

Die Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE) ist auf der Suche nach einem Standort für ein Besucherzentrum. Bislang gibt es keine solche zentrale Stelle. Der Eingang zu der UBE-Geschäftsstelle in Schüpfheim könne kaum als Besucherzentrum bezeichnet werden, sagt UBE-Direktor Wolfgang Schatz. «Zudem verirrt sich kein Tourist hierher.» Die Idee eines Zentrums für Besuchende ist allerdings nicht neu. «Das Thema begleitet die UBE wohl seit der Gründung vor 25 Jahren», bestätigt Wolfgang Schatz. Nun sei man jedoch einen Schritt weiter. Ein Konzept liege vor. Darin sei festgelegt worden, welche Angebote ein Besucherzentrum bieten müsse, damit es funktionieren könne, so Schatz. Geplant ist eine Ausstellung, die zeigt, wofür die UBE steht und welche Projekte sie umsetzt. Ergänzt werden soll das Angebot durch eine Informationsstelle für Besucherinnen und Besucher. Die Analyse habe zudem ergeben, dass auch ein kleines Gastronomie-Angebot sinnvoll wäre. «Und ganz wichtig ist ein Laden», sagt Schatz. Dort könnten neben Entlebucher Produkten auch Souvenirs verkauft werden. Während die Angebote des Besucherzentrums weitgehend definiert sind, bleiben zwei zentrale Fragen offen – der Standort und die Finanzierung. Derzeit prüft die UBE verschiedene Liegenschaften. Sowohl aus dem Gemeindeverband wie auch von Privatpersonen seien Vorschläge eingegangen, erklärt Schatz. Denkbar seien sowohl eine langfristige Miete wie auch ein Kauf. Ein Neubau komme aus finanziellen Gründen hingegen kaum infrage.


Gemeinde Entlebuch hat Interesse

Öffentlich Interesse bekundet hat bereits die Gemeinde Entlebuch. Der Gemeinderat hat der UBE angeboten, das Bahnhof-Areal als möglichen Standort zu prüfen. Für Schatz ist klar, dass ein Besucherzentrum gut erreichbar sein muss. «Idealerweise liegt es in der Nähe eines Bahnhofes an der Hauptlinie.» Entscheidend sei letztlich aber die geeignete Liegenschaft, nicht die Standortgemeinde, so Schatz. Ob die Gemeinden dies gleich sehen? Bislang habe man keine nega­tiven Rückmeldungen erhalten, sagt Schatz. «Im Gemeindeverband ist man sich einig, dass endlich ein Besucherzentrum entstehen soll und dass man vorwärts machen will.» Laut Schatz will die UBE bis Mitte Jahr einen Entscheid fällen. «Es wäre schön, wenn das Besucherzentrum anfangs 2028 seine Türen öffnen könnte.»

12.03.2026 :: Regine Gerber (reg)