Bumbach: Im heimeligen Alpenrosen-Saal bot der Frauenjodelchor mit Jodelgesang, Örgelimusik und einem Zweiakter vielfältige Unterhaltung. Der Saal war prallgefüllt.
Seit einem Jahr stehen die Bumbacher Jodlerinnen unter der musikalischen Leitung von Marc Zeller. Bereits am ersten
Konzertabend zeigte er mit dem 33-köpfigen Frauenchor sein musikalisches Können vor prallgefülltem Saal.
Die gefälligen Jodellieder erklangen mit harmonisch reinen Jodelstimmen und einer dynamisch textgerechten
Gestaltung. Die lüpfige Komposition «Mi Bärgwält» des Dirigenten erfuhr ihre Uraufführung - ein Stück, das dem Chor
hörbar gut liegt. Die zwei vorgetragenen Naturjutze entfalteten ihre ganze klangliche Urkraft, was der
Frauenjodelchor mit eindrucksvoller Geschlossenheit zum Ausdruck brachte. Unterstützt von einer E-Gitarre
brachten die Schwyzerörgeliklänge als klubeigene Formation eine willkommene Abwechslung in den Konzertrahmen und
gliederten sich harmonisch in beide Konzertteile ein.
Turbulenter Zweiakter
Seit Jahrzehnten bürgen die Theaterleute im Bumbach für träfes Volkstheater im heimeligen «Alpenrose»-Saal. Was
passiert, wenn zwei gelangweilte Ehefrauen diskret einen Ausbruch planen? Die beiden mieten sich einen jungen Mann,
er soll Haushalt und Alltag aufpeppen. Es entsteht ein elegantes und herrlich komisches Durcheinander aus
Verwechslungen, unerwarteten Heimkehrern, pikanten Geständnissen und einer überraschten Tochter. In der
Bauernstube spielen sieben
Theaterfiguren in ihren charakteristischen Rollen in urkomischen Szenen, die für unzählige Lachsalven im
Publikum sorgen. Sämtliche Personen in diesem heiteren Volksstück spielen derart echt und mit viel Herzblut,
dass die Handschrift von Vreni Wüthrich unverkennbar ist - und ihr 53. Theater nach unausgesprochenem Wunsch
vieler nicht ihr letztes bleiben möge.