Tolle Leistung schlecht belohnt

Tolle Leistung schlecht belohnt
Die SCL Tigers konnten zwar Sandro Aeschlimann dreimal bezwingen – der vierte Treffer gelang aber leider nicht. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers: Wenn der Leader auf die zehntplatzierte Mannschaft trifft, ist die Ausgangslage klar. Die SCL Tigers aber forderten dem HC Davos alles ab – und hatten am Ende Pech.

Das Positive nach dem dreiwöchigen Olympia-Unterbruch vorweg. Die SCL Tigers sind trotz der 3:4-Niederlage in Davos für die entscheidende Phase der Qualifikation mit noch fünf Runden gerüstet. Sie haben den souveränen Leader und Gewinner der Qualifikation voll herausgefordert. Zumindest eine Verlängerung und damit die Chance auf den Gewinn von einem oder gar zwei Punkten wäre möglich und auch verdient gewesen. Aber 58 Sekunden vor Schluss hatte Riikola beim Stande von 3:4 mit einem Pfostenschuss Riesenpech. Die beste Phase hatten die Emmentaler im Mitteldrittel. Innerhalb von gut vier Minuten erzielten sie drei Tore durch Rohrbach zum 1:1, durch Topskorer Petersson nach einer Traumkombination mit Mäenalanen zum 2:2 und im Powerplay durch Felcman nach einem Klassepass von Petersson zur 3:2-Führung. Aber auch die Davoser zeigten eine Reaktion auf den Rückstand. Sie drehten die Partie zu Beginn des Schlussdrittels mit zwei Toren innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten. Beim 3:3-Ausgleich zeigte Robin Meyer – der in der 37. Minute für Boltshauser eingewechselt worden war – bei einem Weitschuss von Andersson eine selten gesehene Schwäche: Der Puck glitt ihm über die Fanghand hinweg, der Ausgleich war Tatsache. Das 3:4 schliesslich fiel in Unterzahl. Es war in dieser Saison erst das dritte Mal in 18 Spielen, dass die SCL Tigers das Schlussdrittel mit einer Führung in Angriff nahmen und dennoch verloren.


Völlig offene Ausgangslage

Die Ausgangslage im Kampf um die Play-In-Plätze (7 bis 10) bleibt weiterhin völlig offen. Der Rückstand der SCL Tigers auf das siebtplatzierte Rapperswil ist zwar von drei auf sechs Punkte angestiegen. Der SC Bern liegt aber lediglich einen Punkt vor Langnau. Die Differenz zu Zug (8) bleibt unverändert bei drei Punkten; Biel (11) hingegen liegt neu nur noch drei Punkte hinter den Emmentalern, Kloten (12) aber bereits neun Zähler.

Für die SCL Tigers wird es nun darum gehen, die in Davos gezeigte Leistung morgen in Kloten und am Samstag zuhause gegen Rapperswil zu bestätigen.

26.02.2026 :: Werner Haller (whz)