Saskia Maurer stand in drei Spielen im Tor und konnte überzeugen. / Bild: zvg
Eishockey: Das Emmental hat eine Olympia-Medaillengewinnerin. Torhüterin Saskia Maurer gewann mit dem Schweizer Nationalteam in Mailand dank dem Sieg über Schweden Bronze.
Vor den Olympischen Spielen sagte Saskia Maurer, dass es ihr Wunsch sei, an einem Grossanlass eine Medaille zu gewinnen. Mit diesem Ziel reiste das Schweizer Nationalteam nach Mailand. Aber: «Es muss wirklich alles passen.» Nun, nach dem Turnier, lässt sich sagen: Es hat alles gepasst. Dank hervorragendem Teamgeist und nicht zuletzt dank einem überragenden Torhüterinnen-Duo mit Saskia Maurer und Andrea Brändli gewann die Schweiz die Bronzemedaille. Nachdem der Halbfinal gegen die haushohen Favoritinnen aus Kanada nur 1:2 verloren ging, traf die Schweiz im Spiel um Platz 3 auf Schweden. Beim Stand von 1:1 ging es in die Verlängerung. Dort erzielte Alina Müller nach gut neun Minuten das entscheidende Tor. «Wir haben von Beginn an daran geglaubt», sagt Saskia Maurer. «Wir sind noch nie so gut als Team aufgetreten, jede ging für jede.» Das habe letztlich den Unterschied gemacht. «Wir hatten in Mailand eine coole Zeit als Team und sind immer mehr zusammengewachsen.»
Volle Stadien
«Die Stimmung war wahnsinnig und die Stadien meist voll», sagt die Röthenbacherin. «Das ist im Frauenhockey sehr speziell, vor mehreren Tausend Zuschauern zu spielen.» Auch der Empfang in Kloten sei ein tolles Erlebnis gewesen und es sei schön, dass so viele Leute extra gekommen seien. Nach den Feierlichkeiten mit den Teamkolleginnen gelte es nun, wieder im Alltag anzukommen. Auch Saskia Maurer ist wieder im Berufsalltag. Mit den Frauen des SC Bern bestreitet sie im März den Playoff-Halbfinal.