Skorps-Trainer Benjamin Abplanalp will auf alle möglichen Szenarien vorbereitet sein. / Bild: Janine Sahli (jsb)
Unihockey: Am Samstag trifft Skorpion Emmental im Cupfinal auf Zug United. Headcoach Benjamin Abplanalp freut sich auf das Spiel und will mutig und druckvoll agieren.
Benjamin Abplanalp, das letzte Spiel vor dem Cupfinal ging gegen Chur verloren. Was nehmen Sie mit?
Dass es nicht reicht, wenn wir nicht die volle Energie auf das Feld bringen. Wir müssen konsequenter spielen und aus
unseren guten Phasen, wie etwa im ersten Drittel, mehr rausholen. Um die Energie mache ich mir aber in so einem
Spiel keine Sorgen.
Machen Sie sich dafür um Topskorerin
Eliska Chuda Sorgen, nachdem sie verletzt ausgeschieden ist?
Sie ist mit dem Fuss umgeknickt. Ihr Einsatz fürs Wochenende ist fraglich. Natürlich hoffen wir, das es reicht, sie
ist eine wichtige Spielerin.
Bleiben wir beim Personellen: Corin Haldemann gab ihr Comeback nach
einem Kreuzbandriss.
Genau, sie konnte erstmals wieder 30 Minuten absolvieren. Für dass sie nach ihrem Kreuzbandriss rund eineinhalb
Jahre weg war, hat sie es extrem gut gemacht. Sie bringt viel Qualität mit und wird sicher auch im Cupfinal zum
Einsatz kommen.
Mit welchem Plan gehen Sie in das Finalspiel gegen Zug United?
Wir wollen ein druckvolles Spiel aufziehen und früh stören. Und Energie und Power aufs Feld bringen. Wichtig wird
sein, die richtige Mischung zu finden und mit Mut und Lockerheit zu spielen.
Wie gelingt das?
Wir reden seit Wochen von einem «krassen», und nicht von einem «grossen» Spiel. Es geht darum, das Spiel zu
geniessen und nicht mit zu viel Respekt anzugehen. In der Vergangenheit gingen solche Finalspiele verloren. Das darf
keine Rolle spielen.
Was machen Sie in der Vorbereitung auf
das Spiel anders als gewohnt?
Wir haben sicher einen detaillierteren Plan als vor einem gewöhnlichen Meisterschaftsspiel. Wir sind auf alle
Szenarien vorbereitet und haben uns für jede Situation einen Plan zurecht gelegt. Damit wollen wir auch den
Spielerinnen mehr Sicherheit geben, sie sollen so gut wie möglich vorbereitet sein. Und trotzdem müssen wir spontan
bleiben.
Der Cupfinal findet erstmals in der neuen
Pilatus Arena in Kriens statt. Was erwarten Sie?
Ich bin selber zum ersten Mal in dieser Halle. Aber ich freue mich, es ist ausverkauft und die Atmosphäre wird
super.
Am Montag wurde Ihre Vertragsverlängerung
um zwei Jahre bekanntgegeben. Was wollen Sie mit dem Team in dieser Zeit erreichen?
Es ist cool, dass der Verein mir das
Vertrauen entgegenbringt. Mir war wichtig, dass meine Assistenten Thomas Beer und Fabian Michel weitermachen.
Ich bin der Überzeugung, dass wir das Team noch weiterbringen und spielerisch entwickeln können. Zudem ist die
Entwicklung im Verein spannend mit dem Umzug nach Sumiswald sowie den Talenten, die nachrücken.