Die NLB-Teams zogen in wichtigen Partien den Kürzeren

Die NLB-Teams zogen in wichtigen Partien den Kürzeren
Der UHC Grünenmatt, hier Zimon Peters Madsen, wurde von Pfannenstiel-Egg oft unter Druck gesetzt. / Bild: Therese Dominquez
Unihockey: Während die Teams der höchsten Ligen, Skorpion Emmental und Unihockey Tigers, Siege feiern konnten, mussten die NLB-Equipen herbe Niederlagen hinnehmen.

NLB Herren: Im Kampf um einen Playoffplatz hat der UHC Grünenmatt am Samstag die Mannschaft von Pfannestiel-Egg empfangen. Beide Teams lagen vor der Partie knapp unter dem Strich - entsprechende wegweisend war der Ausgang der Partie. Die beiden Mannschaften gingen deshalb vorsichtig zu Werke. Das Tempo und vor allem die Intensität waren von Beginn weg hoch. Obwohl beide Teams je einmal in Überzahl spielen konnten, lautete der Spielstand nach dem ersten Drittel 0:0. In der 27. Minute ging Pfannenstiel-Egg in Führung, aber gut drei Minuten später konnte Micha Lüthi ausgleichen. Die Gäste vermochten nun aber ihre Chancen auszunützen und zogen bis zur zweiten Pause auf 1:4 davon. Anfang des dritten Abschnitts bot sich dem UHC Grünenmatt die Chance, in Überzahl den Anschlusstreffer zu erzielen. Die Mätteler liessen jedoch diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen. In der 45. Minute gelang dann doch noch der zweite Treffer. Die Freude währte indes nur kurz: 38 Sekunden später stellte Pfannenstiel-Egg per Penalty wieder den Dreitorevorsprung her. Kurze Zeit nachdem der UHC Grünenmatt sein Timeout bezogen hatte, bot sich dem Team erneut die Gelegenheit, in Überzahl zu agieren. Leider konnte der UHCG auch hier keinen Treffer erzielen. In den letzten vier Minuten konnte dann Pfannenstiel-Egg noch auf den Endstand von 2:7 erhöhen. Zwei Runden vor Schluss der Qualifikation liegt nun der UHC Grünenmatt fünf Punkte hinter den nun achtplatzierten Pfannenstiel-Egg - nur noch mit einem Wunder können die Mätteler den Sprung in die Playoffs schaffen.


NLB Frauen: Bereits mit den Playoff-Viertelfinals gestartet haben die Equipen der NLB Frauen, so auch UH Lejon Zäziwil. Die nach der Qualifikation auf Rang 3 platzierten Emmentalerinnen treffen auf die Nesslau Sharks, welche den fünften Rang belegten. In der ersten Partie versuchten beide Teams möglichst Fehler zu vermeiden. Lejon überstand im Verlauf des Spiels zwei Unterzahlsituationen, konnte seinerseits aber ein Powerplay auch nicht in Tore ummünzen. So stand es bis weit ins dritte Drittel 0:0. Zum Pech der Lejons nutzten die Nesslauerinnen in der 56. Minute einen Konter und erzielten den ersten und einzigen Treffer der Partie. Weit mehr Tore fielen in der zweiten Partie der Best-of-Five-Serie. Nach dem ersten Drittel lag Lejon bereits mit 1:4 zurück. Im zweiten Drittel stabilisierte sich Lejon defensiv deutlich und liess keine weiteren Gegentreffer zu. Im Schlussdrittel gelang Nesslau erneut ein früher Treffer, der den Druck auf Lejon weiter erhöhte. Zwar verkürzten die Gastgeberinnen zehn Minuten vor Schluss in Überzahl nochmals auf 2:5, doch eine Wende wollte nicht mehr gelingen. Nach zwei Partien steht UH Lejon Zäziwil somit bereits mit dem Rücken zur Wand.


Prime League Männer: Die Unihockey Tigers legten den Grundstein für den Sieg in Malans in den ersten 30 Minuten. Durch zwei Tore von Nick Pfister sowie je einem von Matteo Steiner und Gustav Svensson konnten sich die Emmentaler eine 4:0-Führung erspielen. Jedoch schaffte der UHC Alligator Malans keine Minute später den ersten Treffer. Noch vor der zweiten Pause musste zudem Alexander Hedlund eine Zweiminutenstrafe absitzen, was Alligator Malans prompt auszunützen wusste. Im dritten Abschnitt konnte Maurice Aebersold den Spielverlauf wieder in die Richtung der Unihockey Tigers leiten. Zwar kam Malans zwischenzeitlich auf 5:3 heran. Gustav Svensson mit seinem zweiten sowie Nick Pfister mit seinem dritten Treffer sorgten für die endgültige Entscheidung.


Prime League Frauen: Skorpion Emmental musste im zürcherischen Rüti gegen FB Riders DBR bereits in der vierten Minute einen Treffer hinnehmen. Wilda Deland erzielte dann mit einem platzierten Schuss ihr erstes Tor im Dress von Skorpion. Routine in Person von Hanimann und Garbare erhöhte noch vor der Pausensirene auf 3:1 für die Emmentalerinnen. Das zweite Drittel verlief auch wegen mehrerer Strafen turbulent. Die Riders kamen zwischenzeitlich auf 4:2 heran. Skorpion konnte sich aber auf seine Offensivkraft verlassen und stellte das Skore noch vor der Pause auf 6:2, was die Vorentscheidung bedeutete. Das letzte Drittel endete ausgeglichen 1:1. Bemerkenswert waren bei zwei Treffern die Vorlagen der Torhüterin Ladina Töndury. Nach einem freien Wochenende folgt am Valentinstag das Auswärtsspiel in Chur. Es dient als Hauptprobe für den Cupfinal und dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über das Heimrecht der Playoff-Viertelfinal-Serie ebenjener beiden Teams entscheiden.

05.02.2026 :: egs, Bruno Zürcher (zue)