Die SCL Tigers werden in der Altjahrswoche um den Pokal des traditionsreichen Spengler Cups spielen. / Bild: Keystone/Melanie Duchene
SCL Tigers: Nun ist es offiziell – die Langnauer werden am Spengler Cup 2026 teilnehmen. Dieter Aeschimann und Pascal Müller freuen sich über die Einladung aus Davos.
Das Gerücht hielt sich über ein Jahr lang hartnäckig, dass die SCL Tigers auf Fribourg Gottéron folgen und als nächstes Schweizer Team zum Spengler Cup eingeladen werden. Nun wurden die Langnauer neben Gastgeber Davos als erste Teilnehmer des diesjährigen Traditionsturniers bestätigt. Dieter Aeschimann, CEO der SCL Tigers, sagt dazu: «Die Einladung erfüllt uns mit grossem Stolz und ist eine Anerkennung für die Arbeit der gesamten Organisation und die Leidenschaft unserer Fans.» Es seien ohnehin immer viele Fans aus der Region in Davos. «Hoffentlich werden es heuer noch ein paar mehr sein.»
Erste Gespräche mit dem Spengler Cup-OK hätten schon während Corona stattgefunden, erklärt Dieter
Aeschimann. «Unser sportlicher Leiter Pascal Müller verfügt als ehemaliger Spieler des HCD über gute Kontakte. Er sah früh das Potenzial. Dass es nun geklappt hat, ist zu einem grossen Teil ihm zu verdanken.»
Kader bewusst breiter machen
Auch Pascal Müller, der als Spieler zweimal am Turnier teilgenommen hat, freut sich auf den Spengler Cup 2026. Angesprochen auf die damit einhergehende Mehrbelastung, meint er: «Wer in der Nationalmannschaft oder der Champions Hockey League spielt, hat eine höhere Zusatzbelastung.» Qualitativ hochstehende Matches, wie es sie Spengler Cup gibt, seien für die Spieler wertvoller als zig Trainingseinheiten, ist Müller der Meinung. Entscheidend sei, diese zusätzliche Belastung verteilen zu können. Die kommende Saison werden die SCL Tigers von Beginn an mit sieben Ausländern in Angriff nehmen. «Nicht nur wegen des Spengler Cups», sagt Müller. «Die aktuelle Saison hat gezeigt, dass es mit vielen Verletzten und Kranken sowie dem dichten Spielplan einfach sinnvoll ist.» Auch mit den Schweizer Spielern werde man «etwas breiter fahren», sagt Müller. Zudem darf sich jeder Turnierteilnehmer mit maximal vier externen Spielern verstärken. Erste Gespräche hierfür werde man ungefähr im November aufnehmen, wie Pascal Müller erklärt.
Geduld haben für Tickets
«Viele Fangruppierungen, Sponsoren sowie unsere Gönnervereinigungen Club 76 und Freunde der SCL Tigers haben sich schon gemeldet», berichtet Dieter Aeschimann. «Auch Anfragen für Tickets gingen bereits in der Sekunde ein, als feststand, dass Fribourg den Titel nicht verteidigen und somit nicht mehr am Turnier teilnehmen wird.» Aeschimann aber bittet die Fans, nichts zu überstürzen. «Über die SCL Tigers können keine Tickets bezogen werden, sondern nur über den offiziellen Vorverkauf.» Dieser beginnt ab Mitte Juli für Dauerkarten und am 8. September 2026 um 10.00 Uhr für Einzelspiele. Aktuell ist aber noch gar nicht klar, an welchen Tagen die SCL Tigers spielen werden.
«Die Familien der Spieler sollen mitkommen können. Die Woche zwischen den Feiertagen soll auch den Zusammenhalt fördern», so Aeschimann. Wirtschaftliche Interessen stünden nicht im Vordergrund. Verzichten werden die SCL Tigers auf den Betrieb eines Chalets vor dem Stadion, wie dies etwa Fribourg getan hat. «Es gibt bereits ausreichend Gastronomieangebote», erklärt Dieter Aeschimann. «Zudem ist unser Personal das ganze Jahr über schon extrem ausgelastet.»
Für Stimmung sorgen werden die Langnauer hoffentlich auch auf dem Eis. Wie lautet die sportliche Zielsetzung? Pascal Müller: «Wenn wir ein Turnier nicht gewinnen wollen, brauchen wir gar nicht hinzufahren.»