Der Mord kommt erst am Schluss

Der Mord kommt erst am Schluss
Hans Herrmann lockert die Spannung mit Humor auf. / Bild: zvg
Eggiwil: In der Schulbibliothek fand eine Lesung des Autors Hans Herrmann statt. Er stellte seinen neuen Krimi «Seefeld» vor, begleitet von abgestimmten Kompositionen seines Sohnes.

«Dass ich hier in Eggiwil lesen darf, freut mich besonders. Zum einen, weil ich selbst ein bisschen Eggiwiler bin, und zum anderen, weil die Geschichte genau hier beginnt», eröffnete Hans Herrmann die Veranstaltung. Seine Bekannten nennen Herrmann «Schreiberling», ein Titel, den er mit einem Augenzwinkern annimmt. Der neue Kriminalroman ist eine Hommage an seinen Grossvater, der während des Zweiten Weltkriegs im Aktivdienst war. Schon als Kind hat Herrmann fasziniert seinen Erzählungen gelauscht - von schweren Zeiten, aber auch von Abenteuern mit Ka­meraden, die ihm bis heute im Gedächtnis geblieben sind.


Krimi mit Romantik und Humor

«Seefeld» ist kein klassischer Krimi; der Mord geschieht erst am Ende. Die Handlung spielt 1941 im Berner Oberland und dreht sich um den Hauptmann Felix Weidlin. Dieser sucht im Auftrag von General Henri Guisan nach einem geeigneten Ort für einen geheimen Generalbunker. Gemeinsam mit einer Geologin stösst er im Gebiet Seefeld auf ein altes Tagebuch mit rätselhaften Einträgen. Parallel dazu entfaltet sich eine zarte Romanze zwischen den beiden; ein bewusster Bestandteil der Geschichte. «Eine gute Geschichte braucht ein bisschen Romantik», so Herrmann. Und ja, es zeigen sich auch humorvolle Seiten. Herrmann versteht es, die Spannung mit leichten, witzigen Momenten aufzulockern, die die Lesung zu einem echten Vergnügen machten. Gleichzeitig führte die musikalische Begleitung seines Sohnes, der die Stimmung der Szenen sanft unterstrich, zu einer warmen, besonderen Atmosphäre. Am 2. März liest Herrmann in der Bibliothek Langnau.

29.01.2026 :: Leonie Riecicka (ler)