Beim FIS Para-Snowboardcross in Betelberg konnte Aron Fahrni (links) viele Konkurrenten hinter sich lassen. / Bild: zvg
Snowboard: Am FIS Para-Snowboardcross Europa- und Weltcup an der Lenk ist Aron Fahrni zweimal aufs Podest gefahren. Damit bestätigte er bei seinem Heimrennen seine gute Form.
Aus Schweizer Sicht überzeugte bei den Wettkämpfen im Berner Oberland insbesondere Aron Fahrni. Nach seinen zwei Weltcupsiegen im österreichischen Kühtai bestätigte der Para-Snowboardcrosser seine starke Form auch an der Lenk und sicherte sich am ersten Wettkampftag den dritten Rang, hinter den beiden Chinesen Lijia Ji und Yiqi Zhang.
Auch an Tag 2 bei den Rennen auf dem Betelberg sicherte sich Fahrni in der Kategorie SB-UL (Behinderung an einem oder beiden Armen) Rang 3 und musste sich nur dem Chinesen Pengyao Wang und James Barnes-Miller aus England geschlagen geben.
Viele Möglichkeiten zum Überholen
«Ich hatte heute richtig Spass», meinte Aron Fahrni. «Das eine oder andere werde ich im Nachgang noch analysieren, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden.» Das Wetter und die Piste seien perfekt gewesen. Dazu komme ein spannender Kurs, der viele Möglichkeiten geboten habe, um zu überholen. «Genau das macht Snowboardcross aus», sagte Fahrni. Zudem lobte er die gute Organisation: «Es hat alles wie am Schnürchen geklappt, so hat man den Kopf frei für die Rennen.»
Die Veranstaltung profitierte von der engen Zusammenarbeit zwischen Plusport, den Bergbahnen Adelboden-Lenk, Lenk-Simmental Tourismus sowie weiteren Partnern, die gemeinsam für reibungslose Abläufe und optimale Bedingungen sorgten, informiert Plusport.
Stützpunkt geschaffen
Vor sechs Jahren sei die Vision entstanden, an der Lenk einen inklusiven Trainings- und Sportstützpunkt zu schaffen. Dies mit dem Ziel, drei bis fünf Athletinnen und Athleten zu den Paralympischen Winterspielen nach Milano-Cortina zu bringen. «Heute ist diese Vision Realität», sagt René Pfister von Plusport. «Wir werden mehrere Athletinnen und Athleten bei den Paralympics sehen.» Zusätzlich habe das Projekt auch das Bewusstsein für den Para-Sport in der Region deutlich gestärkt, sagt Pfister. «Das macht uns stolz, und wir haben bereits neue Ideen.»