Ja zu Budget, Steuerfuss und Sanierung der Wasserversorgung Lehn

Ja zu Budget, Steuerfuss und Sanierung der Wasserversorgung Lehn
Blick auf den Weiler Lehn, der auch von der Sanierung der Wasserversorgung profitieren wird. / Bild: zvg
Escholzmatt-Marbach: Die Gemeindeversammlung winkt das Budget 2026 mit gleich­bleibendem Steuerfuss durch. Sie sagt auch Ja zur Sanierung der Wasserversorgung Lehn.

Einstimmiges und diskussionsloses Ja zum Budget 2026 mit einem Ertragsüberschuss von 96'600 Franken, zu Investitionsausgaben von knapp 4,2 Millionen Franken sowie zu einem unveränderten Steuerfuss von 2,0 Einheiten. Dies das Verdikt der 80 Anwesenden (2,29 Prozent aller Stimmberechtigten) an der Gemeindeversammlung von Escholzmatt-Marbach.


Wasserversorgung Lehn wird saniert

Seit fünf Jahren wird am Projekt zur Sanierung der Wasserversorgung im Einzugsgebiet Lehn geplant, wie die Gemeinderätin Jeanette Riedweg-Lötscher im nächsten Traktandum ausführte. Die Infrastruktur datiere aus den 1970er-Jahren; es herrsche grosser Sanierungsbedarf, so Riedweg-Lötscher. Dabei gehe es nicht «nur» um qualitativ einwandfreies Trinkwasser. Von grosser Bedeutung sei ebenfalls die Verbesserung und Erweiterung für genügend Löschwasser beim Brandschutz. Wie Riedweg-Lötscher weiter ausführte, belaufen sich die Projektkosten auf total 4,7 Millionen Franken. Davon entfallen 452'500 als Sonderkredit zu Lasten der Gemeinde. Wichtig zu wissen: Die Erweiterung im Gebiet Rütiboden werde seitens des Kantons in einem zweiten Projekt finanziert und sei nicht Gegenstand des vorliegenden Sonderkredits. In der Folge hiess die Gemeindeversammlung auch dieses Geschäft einstimmig gut.


Bezug Schulhaus Pfarrmatte 2030

Bekanntlich hatte sich, wie Gemeinderat Ruedi Gerber im Verschiedenen ausführte, die Planungskommission im September 2024 einstimmig für den Schulhausstandort Pfarrmatte entschieden - gemäss Gemeinderatsbeschluss vom Mai 2025 mit dem Fokus auf einem Ersatzneubau. Nächsten Februar soll ein Vorprojekt vorliegen, mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 10 Prozent. Die Bevölkerung werde am 10. September 2026 informiert und soll am 27. September an der Urne über das Projekt befinden können. Weitere Meilensteine seien der Baubeginn im März 2028 und schliesslich der Bezug des Schulhauses im August 2030.


Die Kultursaal-Varianten

Auch beim Projekt Kultursaal, erläuterte Gemeindepräsident Beat Duss, würden aktuell die folgenden Varianten weiterverfolgt: Variante Rössli-Areal, Variante Mehrzweckhalle Ebnet mit Anbau und Variante Umnutzung Mehrzweckhalle Ebnet. Gleichzeitig sollen die künftigen Möglichkeiten im Kronen-Saal abgeklärt werden. Die Krone-Invest AG, Besitzerin des Saals, sei nach wie vor bestrebt, den Saal für das Dorf- und Vereinsleben zu erhalten - dies unter dem Vorbehalt eines wirtschaftlichen Betriebs. Der Saal wäre, so Duss, geeignet als ergänzende Möglichkeit für Proben und Anlässe der Vereine sowie als Überbrückung während der Bauarbeiten beim Schulhaus Pfarrmatte. Er sei aber gemäss Planungsbericht definitiv nicht geeignet als Standort für den Kultursaal.


Prioris wird umgesetzt

Nach Ablauf der offiziellen Anmeldefristen, so der Gemeindepräsident, sei der Ausbau mit Glasfaser in allen Gemeinden - auch ausserhalb der Bauzonen - gesichert. Nachträgliche Bestellungen seien noch bis Ende Dezember ohne Aufpreis möglich. Prioris und Swisscom wollen bis Ende 2030 ein möglichst flächen­deckendes Glasfasernetz für «ultraschnelles Internet» aufbauen. Nach abgeschlossener Machbarkeitsprüfung im nächsten Jahr soll der Ausbau in Escholzmatt-Marbach ab 2027 erfolgen.

04.12.2025 :: Daniel Schweizer (sdl)