Neben Büchern für Kinder schreibt David Hollenstein aus Hasle auch Sachbücher und Romane für junge Erwachsene, seine Hörspiele nicht zu vergessen. / Bild: Kathrin Schneider (skw)
Hasle: David Hollenstein ist der Autor der Kinderbuch-Serien «Jan & Co.» und «Pferdehof Klosterberg». Anlässlich der Veröffentlichung seines neusten Buches haben wir ihn getroffen.
David Hollenstein schreibt gerne für Kinder. «Sie teilen meinen Sinn für Gerechtigkeit», erklärt er. Ausserdem müsse das Werk nicht in erster Linie literarisch anspruchsvoll sein, sondern gut unterhalten. «Bei mir muss es immer spannend sein!», betont er. David Hollenstein bildete sich nach einer kaufmännischen Ausbildung weiter in Richtung Medien und Verlagsarbeit. Er leitete Musicalcamps, arbeitete als Hörspielregisseur, war Redaktor einer Kindersendung und studierte berufsbegleitend Theologie. Heute ist Hollenstein Leiter des Verlagsprogramms beim Adonia Verlag und eben; er schreibt Bücher und Hörspiele.
Der Weg zum Autor
In der Schulzeit sei das Schreiben nicht gerade seine Stärke gewesen. Auch das Lesen gehörte nicht zu seinen liebsten Hobbies. Aber Geschichten, die hätten ihm immer gefallen. So drehte er mit seinen Brüdern an schulfreien Nachmittagen Kurzfilme. Während seinem Studium entdeckte David Hollenstein, dass ihm das Schreiben Spass machte und leicht von der Hand ging. So begann seine Karriere als Autor. Ein erstes Buch entstand, es folgten Kurzhörspiele, Teile einer Hörspiel-Bibel für Kinder und erste Bände der Detektivgeschichten «Jan & Co.». Bei «Tatort Reiterhof», das soeben erschienen ist, handelt es sich bereits um den siebten Band der «Pferdehof Klosterberg»- Abenteuergeschichten.
Was David Hollenstein bewegt
Die Ideen zu seinen Abenteuergeschichten holt Hollenstein aus Beobachtungen, die ihn beeindrucken. So entstand zum Beispiel aus der Schwingarena in Burgdorf die Idee eines Reitturniers. Oder ein Zeitungsartikel über ein Bienenhaus liess ihn über das Thema für ein nächstes Buch nachdenken. «Es muss etwas sein, das mich bewegt. Eine Ungerechtigkeit zum Beispiel, die ich dann in der Geschichte auflösen kann.» Er schreibt zu Hause, im Verlag oder manchmal auch im Zug. «Einfach lieber keine Routine, ich schätze es, wenn sich der Fokus verändert.» Während sich Hollenstein in den reinen Detektivgeschichten «voll austoben» kann, gibt er die Pferdegeschichten zuerst seiner Schwester zur Kontrolle. «Sie ist seit klein auf mit Pferden unterwegs, so kann ich Fehler vermeiden.»
In Hasle verwurzelt
David Hollenstein lebt mit seiner Frau und den vier Kindern in Hasle. Die Kinder seien es schon seit der Kindheit gewohnt, dass der Vater Geschichten schreibe. Trotzdem müsse seine Familie jeweils bis zur Veröffentlichung eines neuen Bandes warten. «Schreiben ist etwas Persönliches, da kann ich zu Beginn nicht darüber sprechen.»