Neuer Anlauf für Überbauung

Neuer Anlauf für Überbauung
Die Parzelle vis-à-vis des Ziegelguts soll überbaut werden. Insgesamt werden 36 Wohnungen entstehen. / Bild: Elisabeth Pfäffli (eph)
Oberburg: An der Gemeindeversammlung wurde die Teilrevision der Überbauungsordnung Oberschachen genehmigt. 2021 wurde sie noch abgelehnt, diesmal fand sich eine Mehrheit.

75 Stimmberechtigte beteiligten sich an der Gemeindeversammlung von letzten Montag in der Aula Stöckernfeld. Nebst der Rechnung ging es dabei um die Überbauungsordnung (UeO) Oberschachen. Eine alte Geschichte. Bereits im November 1991 wurde die UeO von der Gemeindeversammlung beschlossen und im Juni 1992 durch die zuständige kantonale Behörde genehmigt. Seit der Inkraftsetzung wurde die Planung mehrfach angepasst. An der Gemeindeversammlung ging es um ein Teilgebiet (Baubereiche 1 bis 3 im Teilgebiet C) des Areals vis-à-vis des Ziegelguts. «Unter an­derem aufgrund der Lärmemissionen der Emmentalstrasse sowie der Besonnung sieht das Bebauungskonzept eine veränderte Anordnung der Bauten in diesem Bereich vor», steht in der Botschaft des Gemeinderats. Konkret sollen anstelle der drei ursprünglich geplanten Bauten ein Mehrfamilienhaus mit zwei versetzt angeordneten Baukörpern parallel zur Emmentalstrasse realisiert werden. Im südlichen Teil der Parzelle ist ein aus drei Volumen zusammengesetzter Längsbaukörper geplant.


Noch drei Einsprachen hängig

Bereits im November 2021 kam die Änderung der Überbauungsordnung   vor die Gemeindeversammlung – und wurde abgelehnt. Nach den erneuten Anpassungen, so sind zum Beispiel durchwegs Flachdächer vorgesehen und es entsteht eine grössere Spielfläche, kam die UeO nun erneut vor die Stimmbevölkerung. Bis zur Gemeindeversammlung waren noch drei Einsprachen hängig, welche trotz diversen Sitzungen nicht ausgeräumt werden konnten. Der zuständige Gemeinderat und Präsident der Baukommission, Beat Krähenbühl, stellte die Teilrevision kurz nochmals vor. Die drei einsprechenden Parteien waren ebenfalls anwesend und meldeten sich auch zu Wort. Nach der Diskussion wurde die Teilrevision zur Abstimmung gebracht und von den 75 anwesenden Stimmbürgern mit 55 Ja gegen 14 Nein angenommen. Die Rechnung 2024 wurde durch Gemeinderat Hubert Hofmann vorgestellt. Sie schloss mit einem Ertragsüberschuss von 977'000 Franken und wurde genehmigt. Das Rechnungsprüfungsorgan wurde für die Jahre 2025-2028 wiedergewählt. Das Reglement «Spezialfinanzierung Abgeltung der Planungsmehrwerte» wurde aufgehoben. Die Feuerungskontrollen waren bis anhin Sache der Gemeinden. Mit der Gesetzesänderung wird diese auf den Kanton übertragen. Schliesslich wies der Gemeinderat auf den Littering-Day hin, mit dem er das Bewusstsein für öffentliche Sauberkeit fördern will. Am 17. Mai werden in einer Aktion viele Abfalleimer aufgestellt.

08.05.2025 :: Franziska Flückiger (flü)