Die Spannung steigt - in jeder Liga

Die Spannung steigt - in jeder Liga
Tigers-Verteidiger Lukas Münger (rechts) kämpft gegen Wasa-Stürmer Rahul Chiplunkar um jeden Zentimeter. / Bild: Gabi Schwarz (gsl)
Unihockey: Die Saison erreicht die entscheidende Phase: Die ­Tigers und Skorps spielen um den Heimvorteil, Lejon steht schon im Halbfinal und Grünenmatt kennt seinen Playoff-Gegner.

Prime League, Männer. Die Unihockey Tigers bestritten in der Doppelrunde vom Wochenende die beiden vorletzten Spiele der Qualifikation. In beiden Spielen – zuhause gegen Schlusslicht Wasa St. Gallen und auswärts gegen den neuen Leader Zug United – lagen die Tigers innert weniger Minuten 0:3 in Rückstand. Gegen St. Gallen konnten die Emmentaler dann schon im ersten Drittel verkürzen, im zweiten Abschnitt drehten sie die Partie. 8:5 führten die Tigers 65 Sekunden vor dem Ende, dennoch mussten sie nochmal um den Sieg zittern, da die St. Galler mit einem sechsten Feldspieler noch zwei Tore erzielten. Auch am Sonntag gegen Zug drehten die Tigers nach dem frühen Rückstand auf, diesmal reichte es aber knapp nicht mehr zum Punktgewinn. Ab Spielhälfte holten die Tigers auf, in der 48. Minute verkürzte Topscorer Matteo Steiner auf 5:6. Dabei blieb es aber, es fielen keine weiteren Tore. Damit wurden die Tigers in der Tabelle wieder von Rychenberg Winterthur überholt. Dennoch können sie sich am 2. März mit einem Sieg im letzten Qualifikationsspiel gegen Basel den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinal sichern.


Prime League, Frauen. Skorpion Emmental erwischte einen schlechten Start ins vorletzte Qualifikationsspiel: Gegen die Playout-Teilnehmerinnen Wasa St. Gallen lagen die Skorps nach einem Drittel völlig überraschend 0:2 zurück. Im zweiten Drittel schaffte Sina Sturzenegger nach gerademal 13 Sekunden den Anschluss, und nur vier Minuten später glich Flavia Kuratli aus. Beide Male lieferte Lea Hanimann die Vorarbeit. In der Folge taten sich die Skorps schwer, die Spielanteile in Tore umzumünzen. Erst in der 53. Minute traf Kuratli zum erlösenden 3:2, Minuten später war Hanimann für den 4:2-Schlussstand besorgt. In der letzten Runde geht es für die Skorps nun darum, auswärts im Direktduell gegen Laupen den Heimvorteil in einem allfälligen Halbfinal zu sichern.


NLB, Männer. Der UHC Grünenmatt bestritt zum Abschluss der Qualifikation eine Doppelrunde. Das Heimspiel gegen Ad Astra Obwalden verlief ausgeglichen, 1:1 stand es nach zwei Dritteln. In der 49. Minute gelang Joel Ruch das 2:1, zwei späte Tore besiegelten dann den 4:1-Sieg des UHCG. Gegen Qualifikationssieger Thun spielte Grünenmatt absolut auf Augenhöhe, die Partie wurde erst in der äusserst attraktiven Schlussphase entschieden. Thun behielt aber das bessere Ende für sich und siegte 5:4. Da keines der drei bestplatzierten Teams den UHC Grünenmatt als Gegner auswählte, treffen die Emmentaler nun im Playoff-Viertelfinal auf Pfannenstiel Egg.


NLB, Frauen. Lejon Zäziwil hat die gute Ausgangslage genutzt und sich vorzeitig für den Playoff-Halbfinal qualifiziert. Sie gewannen auch das dritte Spiel gegen die Nesslau Sharks, diesmal mit 6:5 nach Penaltyschiessen. Das Spiel war sehr umkämpft, in der 53. Minute konnte Lejon durch Leonie Mai erstmals in Führung gehen. Zwei Minuten vor Ende glich das Heimteam aus. Die Verlängerung verlief torlos, im Penaltyschiessen behielt Lejon die Nerven – allen voran Livia Zumstein, die gleich zwei Mal traf. Damit schafften die Titelverteidigerinnen als erstes Team den Einzug in den Halbfinal. Der Gegner wird am Sonntagabend feststehen.


1. Liga, Männer. Alle drei Emmentaler Teams – Konolfingen, Eggiwil und Schüpbach – standen am Sonntag bereits mit dem Rücken zur Wand. Dies, weil im 1.-Liga-Playoff nur Best-of-3 gespielt wird und alle drei das erste Spiel am Samstag verloren. Alle schafften es aber, am Sonntag zu reagieren und ihre Partien zu gewinnen.  Insbesondere die Reaktion von Qualifikationssieger Konolfingen fiel heftig aus: Die Lions führten nach zehn Minuten bereits 5:0 und siegten am Ende 8:4. Eggiwil schlug Luzern zuhause 5:2 und Schüpbach musste nach zwei späten Gegentoren den Umweg übers Penaltyschiessen gehen, konnte dort aber Mittelland letztlich bezwingen. Somit fällt die Entscheidung in allen drei Serien diesen Sonntag.


1. Liga, Frauen. Skorpion Emmental II siegte in Aarau souverän mit 4:0, während Schüpfheim die wichtige Auswärtspartie gegen Gurmel mit 3:6 verlor.

20.02.2025 :: egs, Micha Strohl (msz)