Auf der Bühlmatte soll bald gebaut werden

Auf der Bühlmatte soll bald gebaut werden
Blick auf das Bauareal - im Vordergrund die frei bleibende Parzelle der Kirchgemeinde. / Bild: Daniel Schweizer (sdl)
Grosshöchstetten: Jetzt liegen die Pläne für die Überbauung Bühlmatte in Grosshöchstetten vor. Gebaut werden sollen drei Gebäude mit 20 Wohnungen und sechs Reihenhäusern.

Die Pläne der Überbauungsordnung Bühlmatte in Grosshöchstetten liegen nun öffentlich auf. Vorgesehen sind 20 Wohnungen sowie sechs Reihenhäuser. Die Einheiten umfassen 3½- bis 5½-Zimmer. Gemäss Florian Haase, verantwortlicher Projektleiter der ­Totalunternehmerin Halter AG aus Bern, sollen die Wohnungen Ende 2027, Anfang 2028 bezugsbereit sein, sofern die Bewilligung der Überbauungsordnung wie geplant noch dieses Jahr erfolge.

Den Zuschlag, das Projekt im Auftrag der Halter AG weiter zu projektieren, haben als Gewinner des Studien­auftrags die Firma Scheitlin Syfrig Architekten, Luzern, zusammen mit der Weber und Brönnimann AG, Landschaftsarchitekten aus Bern, erhalten. «Das Projekt überzeugte das Beurteilungsgremium insbesondere mit der subtilen, aber klaren ortsbaulichen Haltung», so Haase. Das Dorfzentrum werde mit drei unterschiedlichen Gebäudevolumen, einem abwechslungsreichen Wohnungsangebot und einem durchfliessenden Aussenraum optimal ergänzt. Das Projekt leiste dadurch einen positiven Beitrag zur Identität von Grosshöchstetten.


Es entstehen drei neue Gebäude

Drei neue Gebäude - zwei Mehrfamilienhäuser, ein Reihenhäuserkomplex - ergänzen die bestehenden Bauten Küferwerkstatt und Trafogebäude, wie der Studie der Planauflage zu entnehmen ist. Die Wohnungseinheiten im «Haus am Garten» als dreigeschossiger Bau mit Dachausbau seien so konzipiert, dass verschiedene Wohnungsgrössen realisiert werden könnten. Im «Haus zum Hof» erstreckten sich durchgehende Geschosswohnungen zwischen den zwei Fassaden. Das «Haus auf der Wiese» stelle mit seinen Reihenhäusern ein Wohnen mit Einfamilienhaus-Charakter dar. Hier seien vor allem grössere Einheiten für Familien geplant. Die historische ­Küferwerkstatt soll im Erdgeschoss leicht saniert und als multifunktional nutzbarer Raum inszeniert werden. Damit verankere diese Schnittstelle die Neubauten auch auf der sozialen Ebene mit dem Ort, halten die Studien­autoren fest. Das im Süden gelegene Trafogebäude werde erweitert und soll Raum für die Entsorgung (Container) und Veloabstellplätze bieten. Das Gebäude diene als Filter zwischen der Kramgasse und den neuen Gebäuden.


Spielplatz mitnutzen

Für den Langsamverkehr werde das Areal ab der Kirchgasse über den Platz sowie ab der Kramgasse über den Hof erschlossen. Die Parkierung erfolge in einer unterirdischen Einstellhalle, die ab der Kramgasse erschlossen werde. Entlang der Kramgasse sollen drei oberirdische Be­sucherparkplätze entstehen. Da das Areal direkt an eine grössere, öffentlich zugängliche Spielfläche auf der Bühlmatte angrenzt, konnte in Absprache mit der Gemeinde und dem Kanton auf die grössere Spielfläche innerhalb des Areals verzichtet und so die Synergien genutzt werden. «Dies stärkt zusätzlich die Anbindung der neuen Überbauung an die örtlichen Gegebenheiten», sagt Projektleiter Florian Haase.


Freifläche mit Obstbäumen

Die Kirchgemeinde hatte bekanntlich im Mai 2022 einen Verkauf ihrer Parzelle im oberen Bereich des Areals an die Halter AG abgelehnt. Diese Freifläche mit Obstbäumen wirke, so die Studie, als Bindeglied zwischen der östlich davon gelegenen Kirchengruppe und dem eigentlichen Dorfkern und spiele eine wichtige Rolle im Dorfbild. Sie soll daher im Sinn der Forderung der kantonalen Denkmalpflege von einer Bebauung freigehalten werden.


Die Gemeindepräsidentin freuts

Wie die Gemeindepräsidentin Christine Hofer (EVP) feststellt, werde mit der Bühlmatte eine der letzten freien Zonen der Gemeinde nun überbaut. «Dafür entsteht hier neuer Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse wie Familien, Alleinstehende und ältere Leute.» Sie freue sich, dass es gelungen sei, den Bezug zu den bestehenden Bauten und dem nahege­legenen Spielplatz herzustellen. Im Ortsteil Schlosswil, ergänzt die Gemeindepräsidentin auf Nachfrage, verfüge die Gemeinde noch über Baulandreserve. Dazu liege aber kein Projekt vor. Im Übrigen halte die Gemeinde an ihrem räumlichen Entwicklungskonzept fest, moderat und für alle verträglich zu wachsen.

20.02.2025 :: Daniel Schweizer (sdl)