Ab 90 Minuten soll das Parken kosten

Ab 90 Minuten soll das Parken kosten
Die kostenlosen Parkplätze sind heute oft sehr gut besetzt. / Bild: Elisabeth Uecker (ues)
Sumiswald: Während Jahren war das Parkieren in Sumiswald gratis. Da die Situation in der letzten Zeit immer prekärer wurde, strebt der Gemeinderat nun eine Bewirtschaftung an.

Die Parkplätze in Sumiswald sind heute oft so begehrt, dass meist kaum noch freie Plätze zum Einkaufen oder für Arztbesuche bleiben. Vertreter der Gemeinde haben festgestellt, dass nicht bloss Leute parkieren, die in Sumiswald arbeiten. Viele nutzen den kostenlosen Parkplatz auch, um anschliessend mit dem öffentlichen Verkehr weiterzufahren. So könne man die Gebühren für «Park and Ride» umgehen. An einem Informationsabend wurde die Situation durch Gemeinderätin Barbara Maurer sowie Werner Schwarz, Mitglied der Tiefbaukommission, dargestellt. Man habe sich bei anderen Zentrumsgemeinden informiert, wie diese solche Probleme angehen. Man habe sich überlegt, die heute gratis zur Verfügung stehenden Parkplätze, wie jene auf dem Dorfplatz in Sumiswald künftig zu bewirtschaften, war am Informationsanlass zu erfahren. «Dazu braucht es jedoch die rechtlichen Grundlagen», erklärte Barbara Maurer. Diese wolle die Gemeinde mit einem Parkplatzreglement sowie der dazugehörigen Verordnung nun schaffen.


Die ersten 90 Minuten sind gratis

Damit das Parkieren zum Einkaufen auch künftig gratis bleibt, ist vorgesehen, die ersten 90 Minuten in einer Blauen Zone kostenfrei zu belassen. Für den Parkplatz sei eine zentrale Parkuhr geplant, welche durch die Firma Securitas überwacht und kontrolliert werde. Für Langzeitparker soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass diese Parkkarten lösen können. 

Das entsprechende Reglement liegt momentan als Entwurf vor, muss jedoch durch die Gemeindeversammlung noch genehmigt werden. Am Informationsanlass wurde die Befürchtung genannt, dass die privaten Parkplätze vor den Geschäften im Dorf als Langzeitparkplätze genutzt werden könnten. Dass diese Möglichkeit bestehe, konnte Barbara Maurer nicht von der Hand weisen. Dies habe man sich wohl überlegt und man mache die Besitzer dieser Parkmöglichkeiten darauf aufmerksam, dass auch hier etwas getan werden könne. Mit einem richterlichen Verbot sei es möglich, das wilde Parken auf privaten Plätzen zu unterbinden.

12.09.2024 :: Elisabeth Uecker (ues)