Für einen guten Zweck genäht

Für einen guten Zweck genäht
Die Übergabe der Stoffherzen: Romy Bohny vom Inselspital Bern (Mitte) umrahmt von Natalie Mühlebach (links) und Fabienne Fiano. / Bild: zvg
Rüegsau: Der Frauenverein hat 1072 Stoffherzen der Neonatologie des Inselspitals übergeben. Die Herzen helfen frühgeborenen Kindern und den Eltern, eine gegenseitige Bindung aufzubauen.

«Wir sagen 1072-mal Danke», sagte Romy Bohny, Teamleiterin der IMC-Station im Inselspital Bern. Dieses erhielt vom Frauenverein Rüegsauschachen-Rüegsau 1072 selbst genähte Stoffherzen. Die Vereinsmitglieder und zahlreiche andere Näherinnen und Näher – auch aus der ganzen Schweiz – hatten in den vergangenen Wochen emsig für einen guten Zweck genäht. Nun wurden die Herzen von Präsidentin Fabienne Fiano und Vizepräsidentin Natalie Mühlebach übergeben. 

«Wir hätten nie gedacht, dass so viele Herzen zusammenkommen», sagte Fabienne Fiano. «Es freut uns, wenn wir den frühgeborenen Kindern auf deren beschwerlichem Weg ein Stück helfen können.»


Herzen mit Duft

Auf der Abteilung für Neonatologie im Inselspital werden pro Jahr zirka 700 Kinder betreut, die nach der Geburt auf besondere Überwachung und Therapie angewiesen sind. Wenn Babys mit gesundheitlichen Problemen auf die Welt kommen, sind sie oft länger von ihren Eltern getrennt. Hier kommen die Herzen zum Zug: Die Eltern tragen ein Herz auf ihrer Haut und das andere wird zum Kind gelegt, damit dessen Duft übertragen wird. Die Herzen werden regelmässig ausgetauscht, damit Eltern und Kind eine Bindung aufbauen können. Der Frauenverein Rüegsauschachen-Rüegsau mit seinen rund 300 Mitgliedern lebt die Gemeinnützigkeit und lanciert immer wieder spezielle Aktionen. Letztes Jahr zum Beispiel hatte der Frauenverein Geld für Spielsachen, Bastelmaterial und Bälle zugunsten eines Kindergartens in der Ukraine gespendet.

06.06.2024 :: egs