Sörenberg Sounds wird grösser, bleibt aber vielseitig

Sörenberg Sounds wird grösser, bleibt aber vielseitig
Dieses Jahr legen die DJ’s nicht mehr beim Eisee auf. Der Day-Dance wurde ins Dorf verlegt. / Bild: zvg
Sörenberg: Joya Marleen, Dodo, Bligg: Sörenberg Sounds wartet Mitte März mit grossen Namen auf. Doch auch der Ländler hat seinen Platz. Nun hofft man auf gutes Wetter – und Schnee.

«Wichtig ist uns ein guter Mix aus verschiedenen Genres sowie aus etablierten und weniger bekannten Künstlern und Musikerinnen», sagt Jan Bachmann, Programmleiter des Vereins Sörenberg Sounds. Und so stehen auf dem Line-up neben Joya Marleen die Goudbach Giele und zeitgleich mit Loco Escrito auf der Hauptbühne gibts eine Stubete mit Schimbrig Power in der Ochsenweid. Letztes Jahr sei das Publikum denn auch sehr altersdurchmischt gewesen, erinnert sich Bachmann. Die Abendkonzerte waren mit 2500 Besucherinnen und Besuchern ausverkauft. Nun haben die Veranstalter einige Anpassungen vorgenommen, so dass pro Abend 5000 Tickets verkauft werden können. Alle grossen Konzerte finden auf dem Parkplatz Schönisei statt, letztes Jahr gab es noch zwei Bühnen. «Indem die Leute an einem Ort bleiben, kommt mehr Festivalstimmung auf», nennt Bachmann einen Vorteil. Am Konzept halten die Organisatoren aber fest: tagsüber Konzerte und DJ´s im Skigebiet, für die es nur einen Skipass oder ein Bahnen-Billett braucht. Ab 19 Uhr bis Mitternacht dann die Acts auf der Hauptbühne, für die ein Festivalpass nötig ist.


Es braucht 3000 bis 4000 Eintritte

Der Vorverkauf sei erfreulich angelaufen, sagt der Programmverantwortliche. Das sei für sie wichtig. «Wir brauchen pro Abend 3000 bis 4000 Eintritte, um die Kosten decken zu können.» Denn national bekannte Künstler haben ihren Preis. Zahlen dazu will Bachmann nicht verraten. Ihr Gesamtbudget liege zwischen 500´000 und 800´000 Franken. Eine weitere Einnahmequelle sei die Gastronomie auf dem Festivalgelände, die der Verein führt. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg sei schliesslich auch das Wetter. «Wir hoffen natür-lich auf trockene Bedingungen am Festival selber und vorher auf etwas Schnee, damit die Pisten gut sind.» Zwar seien die Lokale im Skigebiet grösstenteils auch zu Fuss erreichbar. Aber ob die Leute dann trotzdem schon am Nachmittag kämen, wisse er natürlich nicht. 

Dem Verein Sörenberg Sounds gehören Leute aus der Event-Branche sowie Mitarbeitende der Bergbahnen Sörenberg an. «Die Bergbahnen engagieren sich aber nicht finanziell», betont Bachmann. «Sie stellen jedoch ihre Infrastruktur zur Verfügung.» Es war denn auch René Koller, Direktor der Bergbahnen Sörenberg, mit dem Jan Bachmann als erstes über seine Idee eines Festivals sprach. Er habe sofort daran geglaubt und die Sache unterstützt.


Stars ohne Allüren

Doch wie kommt ein neues Festival wie Sörenberg Sounds auf Anhieb an national bekannte Künstlerinnen und Künstler? Wichtig sei das Vertrauen in den Veranstalter. «Dass es letztes Jahr reibungslos gelaufen ist, spricht sich herum», sagt Bachmann, der die «Why not Agency» führt und als Schlagzeuger in verschiedenen Bands spielt. Entsprechend verfügt er über ein Netzwerk in der Szene. «Es ist aber auch Glück dabei, wenn es gelingt, solche Acts zu verpflichten.» Trotz der grossen Namen, mit Starallüren mussten sich die Organisatoren nicht herumschlagen. Natürlich müssten die Technik und die Bühne stimmen und es brauche einen Rückzugsraum. «Aber extravagante Spezialwünsche wurden keine geäussert.» Zu Sörenberg Sounds gehörten nicht nur die Top-Shots, sondern auch die weniger bekannten Bands, betont Bachmann. Das habe nicht nur finanzielle Gründe. «Wir wollen ihnen eine Chance geben, vor einem grossen Publikum aufzutreten.» Und wer weiss, vielleicht stehen sie auch einmal auf der Hauptbühne des Sörenberg Sounds. Die Daten bis 2026 sind auf der Webseite jedenfalls schon aufgeschaltet.

Sörenberg Sounds vom 15. bis 17. März

Das Festival startet am Freitag, 15. März, um 19 Uhr. Bis Sonntagabend werden an elf Orten über 20 Konzerte stattfinden. Zu den Highlights zählen die Openair-Bühne im Dorf, das Festzelt auf dem Festivalgelände, die Day-Dance im Hotel Go-In sowie die Night-Raves auf der Rossweid. Afterpartys, Schlagerklänge und die Stubete runden das Programm ab. Für Leute, die mit dem ÖV anreisen, gibts um Mitternacht, um 01.00 und 02.00 Uhr Extra-busse zum Bahnhof Schüpfheim.

29.02.2024 :: Silvia Wullschläger (sws)