Mit Selbstvertrauen in den Spitzenkampf

Mit Selbstvertrauen in den Spitzenkampf
Am FC Konolfingen und Nica Zürcher führt in der Hinrunde kein Weg vorbei. / Bild: Stephan Schori (ssr)
Fussball: Der FC Konolfingen hält sich dank einem Heimsieg an der Tabellenspitze. Aemme muss zum ersten Mal in dieser Saison eine Niederlage hinnehmen, bleibt aber auf Rang 1.

Das Heimspiel des FC Konolfingen gegen Dürrenast startete Schlag auf Schlag: Mit der ersten Aktion verpasste Konolfingen eine Grosschance, auf der Gegenseite erhielt Dürrenast in der dritten Spielminute einen Elfmeter zugesprochen. Lars Huggler, der den verletzten Diego Schaad im Tor vertritt, parierte den Abschluss und wehrte auch den Nachschuss mirakulös ab. Für Cheftrainer Christoph Schneider eine typische Szene für den bisherigen Saisonverlauf: «Es macht richtig Spass im Moment. Jeder macht seinen Job und gibt sein Bestes für das Team.» Zu den langen, verletzungsbedingten Ausfällen von Torhüter Schaad sowie von Yani Zürcher hätten auf die neue Saison fünf Stammspieler ersetzt werden müssen, erklärt Schneider. Dies scheint zu gelingen: Konolfingen führt die Tabelle an und hat keines der zehn bisherigen Saisonspiele verloren. Ganz zufrieden ist der Trainer aber dennoch nicht: «Man sieht es in vielen kleinen Dingen, wo wir noch besser werden müssen, aber wir wissen, was zu tun ist.»


Unveränderte Ausgangslage

Auch in der Partie gegen Dürrenast wussten seine Spieler, was zu tun ist: Nach dem gehaltenen Elfmeter drehte das Momentum. Der FCK übernahm zunehmend das Spieldiktat. Nach gut einer halben Stunde gelang dem formstarken Lukas Aeberhard ein Doppelschlag. Kurz vor der Pause konnte das Heimteam die Führung beinahe noch durch Guggisberg ausbauen.

In der zweiten Halbzeit flachte die Partie etwas ab, beide Teams kamen auf der schwer bespielbaren Unterlage nur zu wenigen guten Torchancen. So blieb es beim 2:0-Heimsieg, dem sechsten in Serie. Am Sonntag kommt es in Bern zum Spitzenspiel gegen den FC Bosporus. Für Trainer Schneider hat sich die Ausgangslage wegen dem guten Saisonstart seiner Mannschaft nicht verändert: «Aufgrund ihrer Transfers ist Bosporus für mich nach wie vor der Favorit. Aber wir können mit Selbstvertrauen hingehen und werden sicher alles geben.» Auch die Ziele bleiben gleich: «Wir planen weiterhin nur den nächsten Match, arbeiten hart und schauen am Schluss, was herauskommt», so Schneider. 


Langnauer Frauen erkämpfen Punkt

Die Frauen des FC Langnau empfingen im Moos die drittplatzierten Femina Kickers aus Worb.  Das Heimteam spielte sehr gut mit, geriet aber trotzdem in Rückstand. Auf den Ausgleich nach der Pause durch einen Eckball hatten die Gäste wieder eine Antwort. So drückte Langnau erneut auf den Ausgleich. In der 92. Minute wurde der Aufwand belohnt: Yvonne Kurnazca traf zum 2:2-Endstand. 

Schlechter lief es für Blau-Weiss Oberburg: Das Team lag gegen Bethlehem schon zur Pause deutlich zurück und unterlag schliesslich mit 1:5. 

In der Innerschweizer Gruppe wurde das Team Region Entlebuch für eine gute Leistung schlecht belohnt. Gegen das besser klassierte Nebikon hielten die Entlebucherinnen gut mit, zur Pause stand es 1:1. Trotzdem reichte es nicht für den Punktgewinn, am Ende hiess es 1:3. Das Trostpflaster: Noch vor dem ­Wochenende erreichten sie den Cup-Viertelfinal.


Erste Niederlage für Aemme

In der 3. Liga spielte der FC Aemme keine gute erste Halbzeit. Der Tabellenführer lag zur Pause 0:2 zurück, verschoss zudem einen Elfmeter. In der zweiten Halbzeit trat das Team von Trainer Spunda deutlich stärker auf und kam dank Bogomir Prsic zum Anschlusstreffer. In der Folge hatte Aemme noch mehrere Gelegenheiten, der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr, trotzdem bleiben die Emmentaler an der Tabellenspitze.

Dem FC Langnau gelang eine deutliche Leistungssteigerung: Gegen Burgdorf holte Luc Lenz früh in der Partie einen Elfmeter raus und wenig später einen Freistoss sowie eine rote Karte gegen den Burgdorfer Torhüter. Den Freistoss verwandelte Spielmacher Sopa gekonnt zur Führung. Diese gab das Heimteam in Überzahl nicht mehr her und gewann verdient 4:1.

Sumiswald gewann zuhause gegen Grafenried souverän 4:0. 

20.10.2022 :: egs, Micha Strohl (msz)