An der Gemeindeversammlung gabs gute Zahlen – und Infos zur Turnhalle

An der Gemeindeversammlung gabs gute Zahlen – und Infos zur Turnhalle
Vor der Gemeindeversammlung konnte die sanierungsbedürftige Turnhalle besichtigt werden. / Bild: Jakob Hofstetter (jhk)
Oberburg: Vor der Gemeindeversammlung konnten sich die Bürger vor Ort über die Turnhallensanierung informieren. Dann genehmigten sie die Rechnung 2019 mit schwarzen Zahlen.

Gut 10’000 Franken Ertragsüberschuss weist die Gemeinderechnung 2019 der Gemeinde Oberburg aus – dies bei einem Gesamtaufwand von 10,7 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 32’000 Franken. Die Besserstellung gegenüber dem Budget beträgt somit rund 42’000 Franken. 

Im steuerfinanzierten Haushalt resultiert ein Plus von 50’000 Franken, jedoch schmälern die Konten der Spezialfinanzierungen Abwasser und Abfall das Gesamtergebnis. Die Einnahmen aus Steuern liegen gesamthaft um gut 13’000 Franken über dem Budget. Gegenüber dem Rekordsteuerjahr 2018 beträgt der Rückgang jedoch 426’000 Franken. Dies sei einerseits auf die erfolgte Steuersenkung und andererseits auf hohe Rückzahlungen aus den Vorjahren zurückzuführen, erklärte Gemeinderat Hubert Hofmann den 59 anwesenden Stimmberechtigten. Diese stimmten der Gemeinderechnung einhellig zu.

Viel günstigere Wasserleitung

Traktandiert war an der Gemeindeversammlung auch die Genehmigung eines Kredits von 150’000 Franken für den Ersatz der Regenwasserleitung Gansern. Doch zur Abstimmung kam es nicht. «Wir in der Baukommission und im Gemeinderat staunten von Anfang an, dass die Sanierung oder Erneuerung der insgesamt 365 Meter langen Regenwasserleitung 150’000 Franken kosten solle», berichtete Gemeinderat Beat Krähenbühl. Jedoch hätten sie sich für die Botschaft zuhanden der Gemeindeversammlung auf die Berechnungen des Ingenieurbüros verlassen müssen. 

Diese Berechnungen waren falsch, wie sich bei der Ausschreibung der Arbeiten herausstellte. Die teilweise neue Leitungsführung komme nun  lediglich auf rund 80’000 Franken zu stehen. Diesen Betrag zu bewilligen liegt in der Kompetenz des Gemeinderats. Somit zog dieser das Geschäft zurück; Beat Krähenbühl erläuterte das Vorhaben lediglich im Sinne einer Information. 

Abstimmen durften die Anwesenden über die Beschaffung eines Zugfahrzeuges mit eingebauter Motorspritze für 170’000 Franken für die Feuerwehr. Gemeinderat Franco Digirolamo stimmte die Bürgerinnen und Bürger mit einem Werbefilm über die Feuerwehr Oberburg auf das Geschäft ein. Die Notwendigkeit dieser Anschaffung war unbestritten; sie wurde einstimmig angenommen.

Weiter legte der Gemeinderat die Kreditabrechnung der Heizungssanierung der Schulanlage vor. Der genehmigte Kredit von 900’000 Franken wurde um 154’000 Franken unterschritten. Es habe einfach alles optimal gepasst, erklärte Gemeinderat Werner Kobel die Kreditunterschreitung von 17 Prozent – zum Beispiel der gute Submissionszeitpunkt mit günstigen Offerten. Zudem habe der Ingenieur errechnet, dass auf die ursprünglich geplante Pelletsheizung als zusätzlicher Wärmeträger verzichtet werden könne. 

1,6 Millionen für Turnhallensanierung

Am 27. September stimmen die Oberburgerinnen und Oberburger über einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für die Sanierung der Stöckernfeldturnhalle ab. Gemeindepräsidentin Rita Sampogna informierte unter dem Traktandum «Verschiedenes» über das Vorhaben. 

Vor der Gemeindeversammlung konnten Interessierte die 1965 erbaute Halle besichtigen. Rita Sampogna und weitere Ratsmitglieder sowie Bauverwalter Beat Buri und Architekt Marc Brünisholz standen Red und Antwort. Wo die Blicke der Betrachter auch hinschweiften: Überall entdeckten sie Sanierungsbedarf. Angefangen bei der Gebäudehülle. «Die bestehenden Glasbausteine bringen zwar ein angenehmes diffuses Licht in die Halle, aus energietechnischer Sicht entsprechen sie aber den heutigen Anforderungen in keiner Weise», informierte der Architekt. Auch den Duschen, dem Hallenboden und einigen der fest eingebauten Turngeräte sieht man ihre 55 Jahre an. Vieles, was in den 1,6 Millionen eingerechnet ist, sieht man von der Halle aus nicht. So beispielsweise die Photovoltaikanlage oder die Dämmung der Kellerdecke.

Die Gemeindepräsidentin zeigt sich zuversichtlich, dass das Projekt angenommen wird. «Die Notwenigkeit ist augenfällig», sagt sie. Zudem sei an keiner der Parteiversammlungen die Sanierung in Frage gestellt worden.