Angebote unter gemeinsamem Dach

Heiligkreuz: Die Pflegschaft Heiligkreuz und die Odinga AG prüfen, eine gemeinsame Betriebsgesellschaft zu gründen. Der Wallfahrtsort soll erhalten und weiterentwickelt werden.

Nachdem das Projekt der Kochakademie im ehemaligen Schwestern-Ferienheim auf Heiligkreuz gescheitert ist, kommt wieder Bewegung in die Sache. Die Besitzerin der Liegenschaft, die Odinga Promotions AG, und die Pflegschaft Heiligkreuz beabsichtigen, zusammenzuarbeiten. Die Pflegschaft verwaltet im Auftrag der katholischen Kirchgemeinde des ehemaligen Amtes Entlebuch den Grossteil der Bauten und Ländereien auf Heiligkreuz, so etwa Kirche, Hos-pitz, altes Pächterhaus, Kurhaus, Event-Schüür, Landwirtschaftsbetrieb und Wasserversorgung. Nun sollen Kurhaus und Event-Schüür sowie das Schwesternheim in eine gemeinsamen Aktiengesellschaft eingebracht und von dieser betrieben werden, wie die Pflegschaft Heiligkreuz in einer Medienmitteilung schreibt. «Die Einbringung von Sachwerten in die Gesellschaft dürfte die Voraussetzung sein, um zusätzliche Partner für die Finanzierung der notwendigen Sanierungsmassnahmen zu finden.» Die Delegiertenversammlung der Pflegschaft wird am 27. August darüber befinden. 

Ziel sei es, Heiligkreuz als Wallfahrtsort zu erhalten und weiterzuentwickeln, hält die Pflegschaft fest. Ein gemeinsamer Betrieb der Gastro- und Hotellerieteile mache Sinn: «Dadurch können in verschiedener Hinsicht Synergien genutzt und eine wirtschaftliche Grösse erreicht werden, um eine nachhaltige Rendite zu erzielen.»

Bildungsort für nachhaltige Themen

Das erarbeitete Grobkonzept trägt den Arbeitstitel «Heiligkreuz – Hospitality» (Gastfreundschaft). «Es basiert auf der im Projektverlauf geschärften Vision, unter einem Dach ein Aufenthalts- und Gastronomieangebot mit hohen Qualitätswerten zu entwickeln», informiert die Pflegschaft Heiligkreuz. Dies solle unter Einbezug von regionalen Produzenten geschehen. Heiligkreuz könne auch ein Bildungsort für nachhaltige Themen werden, gemäss dem Motto Begegnen–Erleben–Aneignen. «Dabei will man mit bereits bestehenden überregionalen Bildungsanbietern zusammenarbeiten.»