Bald ist der «Kalchofen» fertig umgebaut

Bald ist der «Kalchofen» fertig umgebaut
Als letzter Schritt der Umbauarbeiten entsteht ein rollstuhlgängiger Eingang, wie Timon Friedli (links) und Jannik Wittwer erklären. / Bild: Schüpbach Rebekka (rsz)
Hasle: Alte Mauern in modernen Räumen und neueste Technik: Bald ist das im 2014 gestartete Umbauprojekt im Eventhouse Kalchofen abgeschlossen. Weitere Umbauten sind geplant.

Endlich ist das Restaurant im Kalch-ofen wieder offen. Gastwirt Jannik Wittwer und sein Team bedienen die ersten Gäste nach dem Lockdown. Trotz der Corona-Pause: Im Kalch-ofen blieb hinter den Kulissen niemand untätig. Wer Zeit hatte, half mit beim grossen Umbauprojekt. In den letzten sechs Jahren hat sich nämlich einiges getan im Eventhouse. Beispielsweise entstand aus einem überdachten Durchgang zwischen der Küche und dem ehemaligen Pferdestall der neue «kleine Saal», wo bis zu 100 Personen verpflegt werden können. 

Erinnerung an den Pferdestall

Ein Blickfang im modernen Raum ist die im Originalzustand belassene Stallwand. Draussen vor dem Saal soll bald eine Lounge für Gemütlichkeit sorgen. Sie wird jeweils nur bei Bedarf aufgebaut. Eine Treppe mit neuem Treppenlift führt vor den «grossen Saal» im ersten Stock. Auch er wurde im Rahmen des im Jahr 2014 gestarteten Bauprojekts renoviert, isoliert und modernisiert. «Das Spezielle hier ist die hochmoderne Technik», sagt der Verwaltungsrat und Buchhalter der Kalch-ofen Immobilien AG, Timon Friedli. Betriebseigene Mediamatiker, darunter ein Lernender, kümmern sich um die zahlreichen Scheinwerfer, den riesigen Bildschirm hinter der Bühne und die ausgeklügelte Tontechnik. Dieser Saal fasst 240 Personen. «Hier finden unter anderem Konzerte oder Gottesdienste statt», erklärt Friedli. Um die Sicherheit zu gewährleisten mussten zwei neue Notausgänge mit Fluchttreppen eingebaut werden. Bald ist das langjährige Bauprojekt fertig. Als letzter Schritt wird der Eingang zum Kalchofen rollstuhlgängig. Insgesamt belaufen sich die Kosten der Umbauten auf rund 1,3 Millionen Franken, dazu kommen unzählige Stunden Eigenleistung durch Mitarbeiter der «Hope and Life Church». 

Vom Gasthof zum Eventhouse

Die Freikirche ist Hauptaktionärin der «Kalchofen Immobilien AG», welche im Jahr 2011 die Gebäude des ehemaligen Gasthofs zum weissen Kreuz kaufte und daraus das Eventhouse Kalchofen machte. Timon Friedli arbeitet nicht nur bei der Aktiengesellschaft, sondern ist auch einer von vier Pastoren und Pastorinnen der «Hope and Life Church». Von der Freikirche ist jedoch im Kalchofen wenig zu sehen. Die Neutralität sei gewollt, erklärt Friedli: «In erster Linie wollen wir der Region Nutzen bringen», sagt der 33-jährige. «Im Kalch-ofen sollten sich alle wohlfühlen, unabhängig der Konfession.»