Den alten Namen reaktiviert

Handball: Espace Handball kehrt zurück zu den Wurzeln und wird wieder zum BSC Grosshöchstetten. Der Klub engagiert sich in der Region stark im Nachwuchsbereich.

«Von wo kommt ihr?» Mit dieser Frage sahen sich die Spielerinnen und Spieler von Espace Handball des Öftern konfrontiert. Das wird sich nun ändern; der neue Name BSC Grosshöchstetten lässt Rückschlüsse zu auf die Herkunft der Teams. «Die Identifikation mit Grosshöchstetten und den umliegenden Dörfern ist uns wichtig», sagt der Präsident, Bruno Kappeler. Das sei insbesondere im Nachwuchsbereich von Bedeutung. Der Klub ist mit dem Programm «Handball macht Schule» oft in den Gemeinden der Region präsent. «Kinder zu ermuntern, beim BSC Grosshöchstetten zu spielen ist einfacher als zu sagen, kommt zu Espace Handball. Dieser Name ist anonym», so Kappeler. Die neue Saison bestreitet der Verein mit rund 40 Jugendlichen in drei Juniorenteams – ein neuer Rekord. Auch künftig soll der Nachwuchsbereich einen grossen Stellenwert geniessen. 

Der neue Name BSC Grosshöchstetten ist eigentlich ein alter. 1978 löste sich die Abteilung Handball vom TV Grosshöchstetten ab und der Ball Spiel Club (BSC) Grosshöchstetten war gegründet. Neu bedeutet die Abkürzung Ball Sport Club. 2005 erfolgte die Fusion mit dem HBC Worb zu Espace Handball.

Sitz wieder in Grosshöchstetten

Mit dem Namen wechselt der Klub auch seinen Sitz von Worb nach Grosshöchstetten. Dieser Schritt hängt auch, aber nicht nur, mit dem Namenswechsel zusammen, wie Bruno Kappeler erklärt: «Die Gemeinde Grosshöchstetten wollte uns Hallenmiete verrechnen, weil wir den Sitz nicht hier hätten. Als kleiner Verein müssen wir immer schauen, wie wir finanziell über die Runden kommen.» Ihr Ziel sei es, gerade die Jugendlichen – beziehungsweise die Eltern – finanziell möglichst wenig zu belasten. Sowieso sind die Hallenmieten ein grosser Budgetposten. Da die Hallenzeiten in Grosshöchstetten nicht ausreichen, trainiert nur der Nachwuchs dort. Die erste Mannschaft absolviert ihre Trainings in Worb und Biglen, wo auch die Heimspiele stattfinden. Die Halle in Grosshöchstetten ist dazu zu klein. 

Die Frauen (2. Liga) bilden mit Rot-Weiss Thun eine Spielgemeinschaft und trainieren in Thun und Biglen.

Nur noch ein Herren-Team

In der kommenden Saison tritt der BSC Grosshöchstetten bei den Herren nur noch mit einer Mannschaft an. «Es war in der letzten Saison schwierig, immer genug Leute für zwei Teams zusammenzubringen», sagt Klubpräsident Bruno Kappeler. Deshalb hätten sie sich entschieden, nur noch mit dem 3.-Liga-Team anzutreten. Damit verringere sich auch der Druck auf die Spieler, unbedingt an jedem Match präsent zu sein. «Manche haben Familie und sind beruflich stark engagiert», führt Kappeler aus. Das Ziel sei es, sich in der Tabelle nach vorne zu orientieren und mittelfristig den Aufstieg in die 2. Liga anzustreben. «Dabei wollen wir möglichst viele eigene Junioren im Team einbauen.»