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Wirklichkeit oder Wirksamkeit?

«Ich war tot!» Diese Aussage habe ich bisher erst zweimal gehört. Zum einen von einem älteren Mann, der nach einem Herzstillstand ein Nahtoderlebnis hatte. Als er mir davon erzählte, wählte er genau diese Worte: «Ich war tot!» Seine
Begegnungen und Erlebnisse in dieser Zeit, als er gewissermassen nicht mehr am Leben war, schilderte er so anschaulich und klar wie jemand, der von seiner letzten Urlaubsreise berichtet. Die zweite Person, welche auf ihren Tod als ein Ereignis der Vergangenheit zurückblickt, ist Jesus Christus. Er begegnete einem gewissen Johannes, dem späteren Verfasser des Buches «Offenbarung» in einer Vision und stellte sich ihm mit den Worten vor: «...?ich war tot, und siehe, ich bin lebendig in alle Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreiches.» (Offenbarung 1.18) Bei allen Gemeinsamkeiten der beiden Berichte gibt es doch wesentliche Unterschiede. Der Mann mit dem Herzstillstand wird früher oder später noch einmal mit dem Tod konfrontiert werden; er ist sozusagen nur vorübergehend ins Leben zurückgekehrt. Wie der Begriff Nahtoderlebnis schon sagt, war er dem Tod sehr nahe gekommen. Dennoch gab es eine letzte Grenze, die er nicht überschritten hatte. Jesus hingegen war von Freitagnachmittag bis am frühen Sonntagmorgen tot gewesen. Damit hatte er die letzte Grenze definitiv hinter sich gelassen. Seine Auferstehung ist ausserdem zeitlich unbegrenzt, was er mit «lebendig in alle Ewigkeit» verdeutlicht. Zudem gibt es noch einen weiteren entscheidenden Unterschied. Jesus hat die Schlüssel des Todes und des Totenreiches. Die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu gewinnt für mich eine persönliche Bedeutung, sobald sie in meinem Leben ihre Wirksamkeit entfaltet. Diese Wirksamkeit ist in meiner Beziehung mit Jesus Christus gegründet, einer Beziehung, die Bestand hat im Leben und über das Leben hinaus. Frohe Ostern!

28.03.2024 :: Herbert Held