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«Leben im Generationenhaus bedeutet mehr, als nur günstig wohnen»
«Leben im Generationenhaus bedeutet mehr, als nur günstig wohnen» Langnau:

Etwa 15 Wohnungen sollen im Generationenhaus an der Mooseggstrasse entstehen. Noch suchen die Genossenschafter junge Familien, die dort einziehen wollen.


 

Die gemeinnützige Wohngenossenschaft Langnau konnte von der Gemeinde die Parzellen an der Moos-eggstrasse im Baurecht übernehmen. Dort will sie ein Generationenhaus bauen. Unterschiedlich grosse Wohnungen sollen erstellt werden. Auch eine 6½-Cluster-Wohnung. Unter Cluster-Wohnungen versteht man gros-se Einzimmerwohnungen mit Kochgelegenheit und eigener Sanitärzelle. Gemeinschaftlich werden eine grosse Küche und ein Wohnraum genutzt.Geplant sind auch Gemeinschaftsräume und Gästezimmer.

Paul Christ ist Genossenschafter der ersten Stunde. «Ich selber möchte auch ins Generationenhaus einziehen, verrät der 68-jährige Jurist und Theaterpädagoge. Er kennt auch schon einige seiner zukünftien Nachbarn. «Etwa ein Drittel unserer 20 Genossenschaftsmitglieder möchten dereinst dort wohnen», weiss er. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter sind überzeugt, dass sie ein zukunftsgerichtetes Projekt planen. Christ zitiert eine Studie des SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein), wonach in 50 Jahren zwei Drittel der Bevölkerung eine solche oder ähnliche Wohnform wählen würden. Dies vor allem, weil die Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung das Bild unserer Gesellschaft verändere und der Sektor Betreuung zunehmend überfordert sein werde. 

Weit mehr als günstig wohnen

Menschen, die in Häusern von Wohnbaugenossenschaften leben tun dies heute oft aus finanziellen Gründen. «Wohnen in unserem Generationenhaus bedeutet weit mehr als von günstigen Mietzinsen zu profitieren», hält Genossenschaftspräsident Paul Christ fest. Die gemeinnützige Genossenschaft wolle preiswert aber ökologisch bauen. Es soll nach dem Standard «Minergie P» gebaut werden. Weil sie aber einfach bauen würden und auch nicht auf Rentite aus seien (siehe Kasten), würden die Mieten deutlich unter dem in Langnau üblichen Niveau liegen, stellt Paul Christ in Aussicht. 

Ins Generationenhaus einziehen können lediglich Genossenschaftsmitglieder. Diese müssen Anteilscheine zeichnen in der Höhe von maximal 20 Prozent der Anlagekosten für die Erstellung ihrer Wohnung. Dies könnte ein Hindernis sein, junge Familien zu finden, mutmasst Christ. Um dem entgegenzuwirken vermittle die Genossenschaft nach Möglichkeit Darlehen zu ganz günstigen Konditionen.

Leben wie in einer Sippe

Die Idee des Generationenhauses sei aus dem Sippengedanke heraus entstanden. Früher hätten in einem Haus naturgemäss mehrere Generationen und zum Teil auch ganz unterschiedliche Menschen zusammen gelebt. «Jedes Sippenmitglied hatte seine besonderen Fähigkeiten, die es in die Gemeinschaft einbrachte und auch Verantwortung für die anderen übernahm», veranschaulicht Paul Christ. So ähnlich stellt er sich auch ein Leben im Generationenhaus vor. Senioren, die über viel Zeit verfügen, bereiten vielleicht ab und an ein Abendessen zu. Wenn die Berufstätigen müde von der Arbeit nach Hause kommen, können sie nur hinsitzen und müssen nicht noch kochen», nennt er ein Beispiel. «Dafür schleppt ein Jugendlicher der gehbehinderten Frau die Einkäufe in die Wohnung.» 

Das Generationenhaus soll auch für Quartierbewohner offen sein. Wie mit dem Gemeinderat vereinbart, wird auf der Parzelle der öffentliche Spielplatz beibehalten respektive neu erstellt. «Hier werden bestimmt gute Kontakte entstehen», ist der Genossenschaftspräsident überzeugt.

 

Am Donnerstag, 21. September, 20 Uhr, stellt die gemeinnützige Wohngenossenschaft Langnau im «Bären» Langnau das Projekt Generationenhaus vor. Infos: www.generationenhaus-langnau.ch


 

Das Prädikat «gemeinnützig» gibts nicht umsonst

Die gemeinnützige Wohngenossenschaft Langnau wurde im Jahr 2011 gegründet. Aktuell gehören ihr knapp 20 Mitglieder an. «In den Gründerjahren haben wir uns Gedanken gemacht über unsere eigenen Bedürfnisse und Wohnformen der Zukunft. Diese Überlegungen fanden ihren Niederschlag in unserem Leitbild und unseren Statuten» informiert die Organisation  auf ihrer Homepage. Seit diesem Jahr ist die Genossenschaft vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) als gemeinnützige Genossenschaft anerkannt. Für die Gemeinnützigkeit müssen folgende Punkte erfüllt sein: Reine Kostenmiete; keine Verzinsung des Eigenkapitals; die Liegenschaft der Genossenschaft wird dauerhaft der Spekulation entzogen; die Tätigkeit der Genossenschaft ist nicht gewinnorientiert; bei Auflösung der Genossenschaft muss ein allfälliger Gewinn einer gemeinnützigen Institution überwiesen werden. Diese Grundsätze müssen in den Statuten ausgewiesen werden.

Zusätzlich verlangt die Wohngenossenschaft von gemeinsam genutzten Räumen, dass diese auch den Bewohnern des Quartiers oder lokalen Vereinen zur Verfügung stehen können.


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