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Glaube = Opium des Volkes!?

In der Schule haben wir mal von Karl Marx Überzeugung gehört, dass Religion «das Opium des Volkes» sei. Eine Hindu-Sekte verbrennt eine Witwe mit ihrem verstorbenen Ehemann zusammen. Dadurch kann sie ihm im Jenseits zur Seite stehen – Opium für die Sektenmitglieder! Ein Islamist sprengt sich in die Luft als Selbstmordattentäter. Man hat ihm versprochen, dass dies der sicherste Weg ins Paradies sei. Ist das auch Opium? Sicherlich. 

Karl Marx irrt beim christlichen Glauben. In den Religionen fragen Menschen nach übersinnlichen Erlebnissen; der christliche Glaube ist aber eine pulsierende Beziehung. Jesus sagt: «Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben» (Johannes 10, 10). Wer lebt, hat einen Puls. Wer an Gott glaubt, hat eine pulsierende Beziehung zu ihm. Die Liebe des Vaters sandte seinen Sohn zu uns, von einem Platz, der so schön ist, dass wir uns ihn gar nicht vorstellen können – dem Himmel – in unsere korrupte Gesellschaft. Die Gesellschaft forderte sein Leben. Durch seinen Kreuzestod bringt er uns wieder in Verbindung mit seinem Vater, von dem wir seit dem Rauswurf aus dem Paradies getrennt sind.

Dies öffnet uns die Türe zur Ewigkeit. Das gibt es in keiner Religion, sondern nur in einer Beziehung. Das ist kein Opium, sondern lebenspendende Kraft für den Alltag. Wer diese Beziehung kennt, ist nicht von Opium benommen, sondern aktiv engagiert. Er hat Gott zum Freund und dadurch einen festen Halt im Leben. Erlöst sein heisst, frei atmen zu können. Wer Gottes Puls kennt, muss sich vor nichts fürchten. Diesen Segen wünsche ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser!



24.05.2017 :: Philipp Schmuki, Pastor der Kirche Kehr/Alttäufer, Langnau
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