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Hirsche erobern neue, alte Gebiete
Hirsche erobern neue, alte Gebiete Natur: Der Rothirsch ist «Tier des Jahres». Auch im Entlebuch und Emmental halten die Tiere wieder Einzug. Je nach Jahreszeit werden gegen 300 Hirsche gezählt. 
Noch vor einigen Jahren war der Rothirsch hierzulande kaum ein Thema. «Vor 15 bis 20 Jahren wurden im Oberemmental erst ganz vereinzelt Hirsche beobachtet», erklärt Wildhüter Fritz Dürig, dessen Kreis von Schangnau bis Wichtrach und von Signau bis Linden reicht. Laut der Rothirschzählung des Kantons Bern wurde der Bestand im Gebiet, das vom Oberemmental bis nach Konolfingen und an die Aare reicht, 2005 mit Null beziffert. Ein Jahr später wurden gut zwanzig Tiere registriert, dann 28, 44, 67, 88, 95 und im Jahr 2012 erstmals über hundert Tiere. Da den imposanten Tieren die Kantonsgrenze egal ist, überrascht es wenig, dass die Zahl auch im Kanton Luzern rasant wächst. «Wir gehen davon aus, dass im Raum Entlebuch-Pilatuskette rund 250 Tiere leben», erklärt Peter Ulmann, Leiter Abteilung Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Luzern. Diese Entwicklung werde fortschreiten, beispielsweise im Napfgebiet oder im Hinterland. «Die Jagd will und kann die Ausbreitung nicht verhindern. Sie kann aber bewirken, dass sich die Hirsche etwas weniger rasant verbreiten», erklärt Peter Ulmann.
Bei der Jägerschaft ist die Hirschjagd sehr beliebt – die festgelegten Abschlusszahlen konnten in den letzten Jahren denn auch erreicht werden.

Tragbare Schäden

Beidseits der Kantonsgrenzen bestehen Rothirsch-Konzepte: Die Population soll nur so gross werden, dass die Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und dem Wald in einem tragbaren Mass bleiben. Über die Frage, was tragbar ist, lässt sich freilich streiten. Fakt ist, dass die Wildschäden mit der Verbreitung des Hirsches «tendenziell zunehmen», wie Ulmann sagt. Die Hirsche verbeissen, wie Rehe, Weisstannen oder fressen Gras. «Ein Hirschstier kann mit seinem Gewicht von 120 bis 160 Kilogramm massivere Fegeschäden anrichten als ein Rehbock», weiss Fritz Dürig. Erst in einem Fall – als Hirsche etliche Fichten beschädigten – wurde ein Wildschadengesuch gestellt, dass der Wildhüter schliesslich gewährte. «Ich muss den Bauern im oberen Emmental ein Kränzchen winden», meint Dürig, der seit 17 Jahren Wildhüter ist. «Sie sind sehr tolerant was den Hirsch betrifft.» Er habe im Frühling an sonnenbeschienen Hängen in Schangnau schon grössere Rudel beim Grasen beobachtet. Bei der Begutachtung vor dem Heuen hätten die betroffenen Bauern aber festgestellt, dass der Ertrag trotz der Hirsche nicht vermindert war.

Auto und Zug als «natürliche» Feinde
Was das Futter betrifft, konkurrenzieren die Hirsche die Rehe, weil der Lebensraum im Gegensatz zur Zahl der Tiere nicht grösser wird. «Die Auswirkung des Hirsches auf das Rehwild kann nicht in Zahlen belegt werden», erklärt der Leiter der Abteilung Natur, Jagd und Fischerei des Kantons Luzern. «Dies, weil im gleichen Raum auch eine Ausbreitung des Luchses verzeichnet wird und dessen Beute zu über 80 Prozent aus Rehen und Gämsen besteht.» Hirsche gehören nicht auf den Speiseplan der Luchse; er reisst höchstens vereinzelt mal ein Hirschkalb. Hat der Hirsch natürliche Feinde? «Theoretisch wären das der Bär und der Wolf», erklärt Fritz Dürig. In der Realität fallen die Tiere viel eher dem Verkehr zum Opfer. Beispielsweise ziehe es immer wieder Hirsche in die Auenregionen entlang der Aare, hat der Wildhüter festgestellt. «Das Problem ist nicht der Fluss, den können sie durchschwimmen. Unüberwindbar ist für den Hirsch aber die Autobahn, weil geeignete Wildbrücken fehlen.» So kann es vorkommen, dass sich Hirsche über eine vielbefahrene Autobahnbrücke wagen. Die stark zerschnittene Landschaft hat «Pro Natura» bewogen, den Rothirsch zum Tier des Jahres 2017 zu küren (Kasten).
Wie das Beispiel aus Luzern zeigt, ist das Problem an sich erkannt: Bei der A2 sind zwei Wildtierbrücken und eine Unterführung geplant. «Davon werden alle Tierarten profitieren», betont Ulmann. 

Auf historischen Pfaden  

Die Tiere wandern in Gebiete ein, in denen sie historisch auch vorgekommen waren, bis sie durch die intensive Verfolgung vor rund 150 Jahren ausgerottet wurden. Heute sind die Hirsche wieder auf dem Vormarsch und dringen immer mehr ins Mittelland vor. Schweizweit wird der Bestand auf 35’000 Tiere beziffert, fast die Hälfte lebt im Kanton Graubünden. Instinktiv bewegen sich die Tiere, welche ihre Lebensräume oft wechseln, auf Routen, welche schon ihre Ahnen begangen haben. «Wir wissen, dass es zwischen Bowil und Zäziwil Fernwechsel gab, welche heute wieder aktuell sind. Die Hirsche wandern beim Groggenmoos von Süden nach Norden und umgekehrt», hat Fritz Dürig festgestellt.
Derzeit befinden sich die Rothirsche in ihren Wintereinstandsgebieten. Um Energie zu sparen fallen sie in eine temporäre Kältestarre, bei der sie die Durchblutung in den Beinen drosseln. Bei Störungen müssen sie innert Sekundenbruchteilen in den Vollbetrieb wechseln. «Vor allem Wanderer und Hunde weit ab der Wege sind ein Problem», weiss der Wildhüter. Werden die Hirsche häufig aufgeschreckt, nehmen auch die Schäden an den Forstkulturen zu. «Dass die Leute in die Natur wollen, ist verständlich», meint Fritz Dürig, welcher auch diese Woche Schneeschuhwanderer mit Stirnlampen mitten im Wald angetroffen hat. «Aber man sollte auch Rücksicht auf die Natur nehmen.» 
Ein grosser Wanderer

Mit dem Rothirsch wählte Pro Natura­ einen grossen Wanderer zum Tier des Jahres 2017. «Er verkehrt zwischen Tag- und Nachtquartier sowie zwischen Sommer- und Winterquartier. Die stark zerschnittene Landschaft der Schweiz stellt für ihn dabei ein immer grösseres Problem dar. Es braucht dringend mehr Wildtierkorridore», fordert «Pro Natura» in einer Medienmitteilung.
Einige Eckdaten: Ein Hirschstier wiegt 120 bis 160 Kilogramm. Die Hirschkuh ist deutlich kleiner und bringt 70 bis 90 Kilogramm auf die Waage. Die Nase ist von allen Sinnesorganen am besten entwickelt. Ruheplätze wählen sie so, dass der Wind aus der Richtung möglicher Feindannäherungen weht. Das Geweih der Hirschstiere wiegt um acht Kilogramm. Es wird jedes Jahr innert weniger Monate neu gebildet. Ende Winter wirft der König des Waldes seine Krone ab.
19.01.2017 :: Bruno Zürcher
 
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