Grosshöchstetten:
Der ehemalige Landgasthof Sternen hat in den vergangenen Jahren im Innern einen Wandel durchlaufen. Von aussen aber
wurde das vertraute Bild bewahrt.
Ende 2019 wurde der Restaurationsbetrieb, nach jahrzehntelanger Führung durch die Familie Stettler, eingestellt. Was
einst als Gasthof mit Saal, Gaststube und Hotelzimmern diente, hat sich zu einem Ort für Wohnen und Gewerbe
entwickelt.
2020 wurde der frühere grosse Festsaal in eine Kindertagesstätte der Kibe plus umgebaut. Später entstanden aus den
Hotelzimmern in den oberen Geschossen, die bis Anfang 2024 betrieben wurden, sieben 2½- Zimmer-Wohnungen. Diese
seien bereits allesamt vermietet, sagt Therese Stettler. Die bestehende 6½-Zimmer-Wohnung werde von einer WG
genutzt.
Die Räumlichkeiten im Parterre sind an gewerbliche Betriebe vermietet. Nebst dem Catering-Unternehmen Morethanfood
beherbergen sie auch die Praxis für Ergotherapie Ergohandwerk. «Im Februar wird zudem die Fachstelle Drehpunkt
Familienberatung GmbH einziehen», erklärt Stettler.
«Mit der behutsamen Sanierung im Innern dieses geschichtsträchtigen Gebäudes ist es gelungen, den ‹Sternen› als
identitätsstiftenden Ort zu erhalten und ihn gleichzeitig an moderne Bedürfnisse anzupassen», sagt Architekt und
Projektleiter Maurizio Mancini von der Architekten AG Wittwer und Pulfer in Konolfingen. Das Gebäude bleibe so ein
Stück lebendige Dorfgeschichte.