«Meine Bilder sind echt und zeigen die echte Natur»

«Meine Bilder sind echt und zeigen die echte Natur»
Die Werke an der Ausstellung in Sörenberg zeigen Szenen aus der Biosphäre. / Bild: Beatrice Keck (keb)
Sörenberg: An der Ausstellung zu den «schönsten Landschaften der Biosphäre» im Hotel Rischli erzählte der Kunstmaler Heinz Schmid von seinen Bildern und zeigte, wie er sie malt.

Vergangenen Freitag feierte die Ausstellung «Schönste Landschaften von der Biosphäre und der Welt» ihre Vernissage. Der Kunstmaler Heinz Schmid zeigt nun bis Mitte März seine Werke in den Räumlichkeiten des Hotels Rischli in Sörenberg. Anlässlich der Vernissage stand Schmid nicht nur Red und Antwort zu seinen Bildern. Er zeigte auch anhand eines praktischen Beispiels, wie seine Gemälde entstehen. Das Gastgeberpaar des Hotels Rischli, Andrea und Thomas Mat-tern, liess es sich nicht nehmen, die Ausstellung persönlich zu eröffnen. «Kunst schafft Atmosphäre und verbindet Menschen», so ihre Begrüssungsworte. Deshalb passe diese Ausstellung bestens zu ihrem Haus. Danach wandte sich der Künstler Heinz Schmid an die Anwesenden: «Kunst kann verwirren, zum Schmunzeln bringen und manchmal sogar auf den Kopf stellen», begann er. Kunst funktioniere wie ein Spiegel, fuhr er fort, manchmal würden wir darin die Welt erkennen, manchmal uns selbst und manchmal einfach nur einen in­teressanten Farbklecks. «Jeder von uns darf sehen, was er oder sie sehen möchte.» Mit einem Abstecher zum Thema Künstliche Intelligenz überlegte sich Schmid, wie es gerade auch in der Kunst immer schwieriger geworden sei, festzustellen, was von einem Menschen oder was von einer Maschine hergestellt sei. «Ein Unterschied ist kaum mehr auszumachen. Das macht uns immer unsicherer.» Seine Bilder aber seien echt und würden die echte Natur zeigen, schloss er.


Sujets aus der Biosphäre

Die ausgestellten Werke zeigen vor allem Landschaften und Gebäude aus der Biosphäre. Es sind aber auch Eindrücke aus dem Seleger Moor im Kanton Zürich oder aus wilden nordamerikanischen Gegenden zu sehen. Während im Parterre, beim Empfang des Hotels, Winterbilder dominieren, leuchten die Gemälde im ersten Stock in bunten sommerlichen Farben. In den meisten Fällen fotografiert Schmid seine Sujets, um sie dann in seinem Atelier exakt nachzumalen. Was das für eine Geduld und für eine ruhige Hand braucht, führte er anlässlich der Vernissage bei einem noch nicht fertig gestellten Bild vor. Vor dem Publikum zog er sich ein Malerhemd über und zeigte detailliert, wie er an seinem Bild weiterarbeitet. Die Anwesenden konnten ihre Fragen stellen und erkennen, wie das Malen einem vor viele unerwartete Herausforderungen stellt. Schon bald hörte Schmid die lebhaften Bemerkungen seiner Gäste kaum mehr, er war in seine eigene Welt abgetaucht. Es war faszinierend zu sehen, wie sehr ihn seine Leidenschaft wegtrug.

22.01.2026 :: Beatrice Keck (keb)