Gefährdete Fischarten wie die Äsche oder die Nase geraten vermehrt unter Druck. Die Ursachen sind vielfältig. Die
fischfressenden Kormorane verschlimmerten die Situation zusätzlich, schreibt die Wirtschafts-, Energie- und
Umweltdirektion des Kantons Bern. In den letzten Jahren sei ihr Bestand stetig gewachsen. Der Kanton Bern geht heute
von rund 3000 Brut- und Jungvögeln aus. Kormorane seien auch eine Herausforderung für die Berufsfischerei. An
Fliessgewässern entnehme der Vogel deutlich mehr Fische als die Anglerinnen und Angler, heisst es in der Mitteilung.
Auch an Seen verursache er Schäden an Netzen und Verluste in der Berufsfischerei. Der Kanton Bern hat deshalb einen
Zwölf-Punkte-Plan erarbeitet. Zu den Massnahmen gehören die verstärkte Jagd, Eingriffe in Brutkolonien, Massnahmen
in der Fischerei sowie die Wiederherstellung naturnaher Gewässer. Bern arbeitet dabei mit den Nachbarkantonen
zusammen.