Mitte Dezember fliesst das Abwasser in die ARA nach Aarwangen

Mitte Dezember fliesst das Abwasser in die ARA nach Aarwangen
Am Informationsanlass konnte die ARA Dürrenroth, welche bald nicht mehr gebraucht wird, besichtigt werden. / Bild: Elisabeth Uecker (ues)
Dürrenroth: Das Ende der ARA Dürrenroth rückt näher. Die neuen Leitungen nach Aarwangen sind erstellt. Als nächstes stellt sich nun die Frage, was mit der alten ARA passieren soll.

An einer Informationsveranstaltung hat der Vorstand der Verwaltungskommission des ARA-Verbandes Dürrenroth über den Stand der Arbeiten betreffend Anschluss an die Abwasserreinigungsanlage Zala AG in Aarwangen informiert.

Wie Rudolf Rentsch berichten konnte, liege man mit den Bauarbeiten betreffend des neuen Leitungsnetzes gut im Zeitplan. Während der Bauarbeiten sei man auf keine grösseren Hindernisse gestossen. Auch habe das Wetter ideal mitgespielt, so dass an vielen Stellen bereits nichts mehr vom Verlegen der Leitungen zu sehen sei. Reto Rettenmund, Präsident der Verwaltungskommission, erklärte, dass ab dem 17. Dezember das Abwasser durch die neuen Leitungen nach Aarwangen fliessen werde. Bis März werde die Testphase dauern, danach könne mit dem Rückbau der heutigen Anlage begonnen werden. 

Bauarbeiten kosten weniger

Doch nicht bloss die Bauarbeiten sind erfreulich vorangeschritten, auch die Kosten konnten tiefer gehalten werden als angenommen. Wie Gesamtprojektleiter Beat Flückiger erklärte, rechnet man nach dem heutigen Stand mit tieferen Kosten von rund 300’000 Franken. Auch seien höhere Subventionen von rund 200’000 Franken in Aussicht gestellt worden. So sei die Tendenz heute, dass bei einer Auflösung 1,95 Millionen Franken an die Verbandsgemeinden fliessen werden, welche diese Gelder als künftigen Werterhalt an die Zala AG verwenden könnten. Dadurch dürften die Gemeinden ihren Bürgern eine zusätzliche Reduktion der Abwassergebühren gewähren.

Als nächster Schritt kann man nun bereits die Landverwertung der heutigen ARA in Dürrenroth planen. Da die drei Betreibergemeinden Affoltern, Dürrenroth und Walterswil im heutigen Zeitpunkt noch Besitzer des Grundstücks mit der ARA in Dürrenroth sind, müssen diese an ihren Gemeindeversammlungen die weitere Nutzung des Landes und deren Verwertung beschliessen. 

Ein Franken für die alte ARA?

Am Informationsanlass konnten sich die Gemeindevertreter ein Bild der gesamten ARA-Anlage wie auch der notwendigen Rückbauarbeiten machen. Wie Beat Flückiger erklärte, liegt das Gelände in der Zone für öffentliche Nutzung und ist mit Dienstbarkeiten betreffend Pumpwerk, Schalterraum und Regenauffangbecken zugunsten der Zala AG belegt. Eine weiteren Nutzung ist dadurch eingeschränkt. Auch muss ein Mietvertrag betreffend der Tierkadaversammelstelle, welche durch die Gemeinde Dürrenroth betrieben wird und sich ebenfalls auf dem Gelände befindet, von einem Käufer übernommen werden. Der Vorstand stuft daher einen Verkauf an einen privaten Investor als eher schwierig ein. Er unterbreitet den drei Gemeinden daher die Variante, das Grundstück der ARA Dürrenroth zum symbolischen Preis von einem Franken an die Gemeinde Dürrenroth zu verkaufen. Dies mit der Auflage, dass die Rückbaukosten in der Höhe von geschätzten 350’000 bis 400’000 Franken im Gegenzug zu übernehmen sind. 

Sollten die Gemeinden diesem Vorschlag nicht zustimmen, werden die Kosten für den Rückbau zu einem grösseren Teil bei der ARA verbleiben.