Digitalisierung schreitet voran

Escholzmatt: Einen guten Jahresabschluss und Infos über die Corona-Krise präsentierte der Mehrzweckverband SOBZ/Kesb an der Delegiertenversammlung.

Mitte Juni fand unter Corona-Sicherheitsvorkehrungen im grossen Saal des Landgasthofs Krone, Escholzmatt, die Delegiertenversammlung des Mehrzweckverbands Sozialbe-ratungszentrum (SOBZ) und Kesb, Region Entlebuch, Wolhusen und Ruswil, statt. Die Personenkontrolle erfolgte per Namensaufruf, statt wie üblich mit Präsenzliste. Um so viel Normalität wie möglich zu gewähren, habe man sich gegen die schriftliche DV entschieden, erklärte der Verbandsleiter Peter Studer.

Die neuen Organisationsstrukturen von SOBZ und Kesb (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde) hätten sich im vergangenen Geschäftsjahr bewährt, hiess es. Die Digitalisierung habe sich weiterentwickelt. «In zwei, drei Jahren sollten alle Kesb-Dossiers digitalisiert sein.» 

Diverse Einsparungen, weniger Abschreibungen und eine Delkredere-Auflösung trugen zu einem guten Abschluss bei. Per 31. Dezember 2019 wies die Laufende Rechnung einen Ertragsüberschuss von 346’284 Franken auf, welcher dem Eigenkapital zugewiesen wurde. Die Nettoinvestitionen betrugen 90’134 Franken. Ferner musste ein Zusatzkredit von 9000 Franken zum Sonderkredit Serverbeschaffung SOBZ genehmigt werden, weil Produkteerneuerungen und Garantieverlängerungen zur Überschreitung des Kredits geführt hatten. 

Weniger dramatische Fälle

«Die gute digitale Infrastruktur erlaubte während der Corona-Krise das Arbeiten im Home-Office», sagte der Leiter Zentrale Dienste, Ronald Stalder. Das Sozialberatungszentrum bot Beratungen telefonisch an. Markus Nauer, der seit zwei Jahren das SOBZ leitet, stellte fest, dass in dieser Zeit weniger dramatische Fälle aufgetreten seien als üblich. «Jetzt nehmen sie  wieder zu.»   

Eine spezielle Situation ergab sich in der Kesb, weil die langjährige Leiterin Marlis Meier Ende Februar in Pension ging. So startete ihr Nachfolger Luca Giacobini gleich mit dem Managen der Corona-Krise. «Es waren deftige Einschränkungen», stellte er fest. «Die Schere zwischen guten und schlechten Schülern ging noch weiter auseinander, denn für manche war ‹Home Schooling› mehr ‹Home› als ‹Schooling›.»

Zum Schluss gab der Verbandsleiter bekannt, dass jetzt eigentlich die Verabschiedung von Marlis Meier stattfinden sollte, wegen Corona aber ausfallen müsse. Sitzungen im Home-Office werde es weiterhin geben.