Ich weiss, wenn wir über Glück sprechen, denken wir oft an gute Umstände. An einen erfüllenden Job, funktionierende
Beziehungen, Gesundheit, an ein volles Konto und ein Leben, das planbar, gut und zufrieden verläuft. Doch die
Herausforderung ist: Unsere Umstände, Beziehungen und all das Weltliche, das uns umgibt, sind fragil. Sie ändern
sich schneller, als uns lieb ist. Darum definiert Jesus Glück völlig anders. Als er seine berühmteste Predigt, die
Bergpredigt, beginnt, überrascht er seine Zuhörenden mit den Worten: «Glücklich zu preisen sind?... » Neunmal leitet
er damit seine Aussagen ein und beschreibt Menschen, die wir nicht unbedingt mit «Glück» verbinden würden: die
Bedürftigen, die Traurigen, die Sanftmütigen, die Barmherzigen, jene, die nach Gerechtigkeit hungern, die
Friedenstiftenden und sogar die Verfolgten. Die Worte von Jesus sind keine weltliche Zauberformel, wie man sie in
einem Motivationsbuch findet. Nein, sie sind eine Einladung zu einer tieferen Dimension von Glück. Das Wort
«glücklich» oder «selig» beschreibt in der Bibel keinen kurzen emotionalen Hochmoment. Es meint einen Zustand
innerer Erfüllung - ein Leben, das gelingt, trotz äusserer Herausforderungen. Glück kommt nicht in unser Leben, weil
die Umstände stimmen, sondern weil unser Herz am richtigen Ort verankert ist: bei Gott. Dieses Glück ist nicht in
Status, Geld, Erfolg oder Kontrolle verwurzelt, sondern im Vertrauen auf unseren Gott. Im Vertrauen darauf, dass
Gott alles in seinen Händen hält, und dass er immer unser Bestes suchen wird. Es ist ein Glück mitten im Sturm, in
der Verzweiflung, in der Not. So sagt Jesus im Grunde nichts anderes als: «Du kannst traurig sein und trotzdem
tiefen Frieden haben. Du kannst Mangel erleben und trotzdem erfüllt sein. Du kannst unter Druck stehen und trotzdem
wissen, dass dein Leben Sinn hat.» Mögest auch du Gottes Glück für dich und dein Leben finden.