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Kleinode der Holzschneidekunst
Rüegsauschachen: Vom 8. März bis 5. April sind in den Ausstellungsräumen der Bilderbörse Gallery in Rüegsauschachen Werke des Meisters der Holzschneidekunst Emil Zbinden zu sehen.
Begonnen hat Emil Zbindens künstlerische Tätigkeit 1924 mit einer Schriftsetzerlehre bei der Druckerei Wyss im Berner Mattenquartier. Sein Lehrmeister, Albert Ruppli, erkannte die ausserordentlichen Fähigkeiten von Zbinden und riet ihm zu einer Weiterbildung in den deutschen Zentren der Buchkunst. In Berlin und Leipzig besuchte Emil Zbinden, nebst seiner Tätigkeit als Schriftsetzer, in seiner Freizeit Kurse an Kunstakademien. Dabei machte er die Bekanntschaft mit dem Gründer der Büchergilde Gutenberg. Das Zusammentreffen mit Bruno Dressler sollte für ihn schicksalshaft werden. Dieser verpflichtete Zbinden ab 1936 bis 1952 als Illustrator der 16-bändigen Gotthelfausgabe. In der Folge entstanden 910 Holzschnitte, die Zbinden über die Grenzen hinaus berühmt machten. Er bebilderte nicht einfach Gotthelf-Texte, als politisch denkender Zeitgenosse und Gesellschaftskritiker liess er auch Beobachtungen, Empfindungen und Kritik einfliessen. Die bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Landschaften des Emmentals sind wahre Kleinode der Holzschneidekunst.

Während seiner ganzen Schaffenszeit brachte er von Studienreisen aus Griechenland, Korsika, Italien und Frankreich Motive aus verschiedensten Epochen mit. Es enstanden in dieser Zeit auch Aquarelle und Gouachen.



Ausstellung Emil Zbinden «Kleinode der Holzschneidekunst», 8. März bis 5. April, Bilderbörse Gallery, Alpenstrasse 8–10, Rüegsauschachen, Öffnungszeiten: Do+Fr 14–17 Uhr; Sa 10–12, 13–16 Uhr; So 14–17 Uhr oder nach tel. Vereinbarung

(034 461 59 25). www.bildergallery.chBild: zvg.
05.03.2009 :: egs.
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