Leserbrief zum Sozialdienst Region Trachselwald (SRT):
Auch mit zehn Jahren Distanz zu meinem damaligen Amt als Präsidentin des SRT bedaure ich die Situation, wie sie sich heute zeigt. Ich hatte das Glück, ein enorm engagiertes Team mit einer begnadeten Führungsperson begleiten zu dürfen. Die Aufhebung der Ämter mit Aufteilung in die Regionen Emmental und Oberaargau lag in meiner Amtszeit. Eine Überprüfung zeigte, dass in urbanen Gebieten massiv höhere Pro-Kopf-Kosten anfallen und die Verbandsgemeinden beim
Status quo bleiben wollten. Wehmütig stimmt, dass der Dienst nach dem Abgang der langjährigen Leitung diese Stelle nie mehr tragend besetzen konnte. Es ist und bleibt ein Tätigkeitsgebiet, das viel mehr als bloss wirtschaftliche Fähigkeiten verlangt: Ein feines, zwischenmenschliches Gespür – sowohl für das Team wie auch für die Klientel.
Wie immer die Nachfolgelösung für den SRT ausfallen wird:
Die Kosten werden nicht weniger und die Tatsache bleibt, dass Sozialarbeit nicht einfach ein Beruf, sondern vielmehr eine Berufung ist. Ich hoffe sehr, dass die Verbandsgemeinden im Wissen um diese Werte Sorge tragen zu «ihren» Angestellten und die Konsequenzen der Neuorganisation einvernehmlich tragen werden.
Leserbrief von Verena Ramseier, Grünenmatt.