Wir sind einfache Leute und führen ein bescheidenes Leben. Für teure Ferien und Reisen fehlt uns das Geld. Doch wir schätzen ein interessantes und vielseitiges TV- und Radioprogramm. Die Jahresgebühr von 335 Franken (knapp 1 Franken pro Tag) finden wir angemessen. Eine SRG, die sich immer mehr über Werbung finanzieren muss, verliert ihre Unabhängigkeit. Deshalb sage ich Nein zur Halbierungs-Initiative.
Leserbrief von Ernst Liechti, Landiswil
Die SRG verbindet Stadt und Land
Nur die allerdümmsten Kälber wählen sich den Metzger selber! Schade, dass sich Regionalpolitiker den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Gemeint ist die Halbierungsinitiative, sie ist «halbbatzig», nicht durchdacht und führt in die Sackgasse. Bundesrat Rösti warnt, die Initiative gehe viel zu weit, sei zu radikal und koste rund 6000 Stellen. Regionalpolitik sei vor Parteipolitik zu stellen, um den Service public im Kern nicht zu bedrohen. Die Aussage, 200 Franken genügen, ist konzeptlos, irreführend und schädigend für die Randregionen. Die SRG verbindet Stadt und Land, sie macht Sendungen über Sport, Kultur, Brauchtum und Unterhaltung. Die Behauptung, dass die SRG nach einem Ja zur 200-Franken-Vorlage wie bisher produzieren könne, ist falsch. Namhafte Spitzensportler wie Marco Odermatt sowie viele Kulturschaffende sind gegen die Halbierungsinitiative. Schlussendlich ist zu hoffen, dass das Ständemehr in die richtige Richtung lenkt.
Leserbrief von Hans Zemp, Escholzmatt