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Leserbrief zum Artikel «5G-Antenne im Kirchturm Zäziwil geplant» in der «Wochen-Zeitung» vom 29. August.

1. No go: Die Antenne soll im Kirchturm versorgt werden, dann sieht man sie nicht. Da ist gewiefte Logik am Werk: Wenn unsichtbare Strahlen von einer Antenne kommen, die man ebenfalls nicht sieht, dann wird dadurch bestimmt auch potenziell gefährliche Strahlung wieder harmlos!

2. No go: Mieteinnahmen in unbekannter Höhe sind zu erwarten. Geld regiert die Welt, nicht die Kirche, dachte ich bisher.

3. No go: «Fast alle Kirchgemeindemitglieder nutzen Mobiltechnologie. Dafür braucht es Antennen. Die Kirchgemeinde kann nicht nur Profiteurin sein.» Und die Mieteinnahmen sind kein Profit?

4. No go, ebenfalls zum obigen Zitat: Werden also den Kirchgemeindemitgliedern die Mobiltelefone verboten, wenn es keine 5G-Antenne geben sollte? Das wäre dann nämlich der logische Schluss aus dieser verwirrenden Aussage. Mobiltechnologie kann man ja auch mit 4 oder sogar 3G wunderbar nutzen.

5. No go: Abklärungen bezüglich der Strahlung «brauchen viel Fachwissen». Mag sein, aber noch viel mehr gesunden Menschenverstand, Feingefühl und Respekt gegenüber der Natur, den Mitmenschen und dem Leben. Alles Dinge, die in dieser Entscheidungsfindung offenbar fehlten – oder, und das hoffe ich, nur bisher unsichtbar sind!

Tamara Hofer, Escholzmatt

Zum Artikel «5G-Antenne im Kirchturm geplant» in der «Wochen-Zeitung» vom 29. August. Zitat von Herrn Gerber: «Wir haben uns auf die Gremien verlassen, welche für die Bestimmung und die Überprüfung der Grenzwerte zuständig sind.» Die Grenzwerte sind aber nicht auf eine Dauerdosis ausgelegt, sie basieren auf Messwerten von wenigen Minuten. Wir werden aber häufig 24 Stunden bestrahlt. Weiter berücksichtigt die Grenzwertfestlegung nur den thermischen Effekt an einem leblosen Körper. Wir alle aber sind lebende Wesen! Das Recht auf Leben und Unversehrtheit ist ein Grundrecht der Menschen. Mit dieser Mikrowellen-Technologie wird dieses Grundrecht massiv verletzt!

Andreas Sommer, Mauer, Sumiswald

Auf unserer Exkursion in Westkanada haben wir mehr als 3000 Kilometer zurückgelegt. Alles ist hier sauber und weitgehend abfallfrei. Hier gibts bekanntlich auf allen Petflaschen eine kleine Depotgebühr. Das hilft.

Nach unserer Rückkehr in die Schweiz sah es anders aus. Im Tannenwald zwischen Utzigen und Biembach gab es auf einer Strecke von 300 Metern in der gleichen Zeit einen ganzen Sack voll Abfall aufzulesen. Bitte nicht mehr! Der Wald und auch das Landwirtschaftsland ist kein Abfalleimer!

Sonja Sollberger Schüpbach und Hans Schüpbach

Meine jahrelang intakte Adresse war plötzlich für die Post aus für mich unerklärbaren Gründen offenbar nicht mehr gültig. Eine Rechnung für mich wurde mit dem Vermerk «Adresse unbekannt» an den Absender zurückgesandt. Der Rechnungssteller versuchte dann per SMS und E-Mail, mich zu erreichen. Weil ich aber im Ausland war mit einem anderen Handy, war die Kontaktnahme nicht möglich. Zwei Monate später traf ein Brief einer Inkasso-Firma bei der offensichtlich doch wieder aktuellen Adresse ein – wie auch alle anderen Briefe vorher und nachher. 

Die Folgen dieses Fehlers des Zustellpersonals musste ich selber tragen. Seitens der Poststelle sah man kein Fehlverhalten und so war die Post leider nicht bereit, den Fehler zu bereinigen. Wie viel einfacher wäre für mich gewesen, wenn die Post dem Inkassobüro und dem Rechnungssteller ein Mail geschrieben hätte und zu ihrem Fehler gestanden wäre. Nur Dank dem Entgegenkommen des Rechnungsstellers wurde mir nach zahlreichen Telefonaten schliesslich grösserer Schaden erspart. 

Was ist doch aus der guten alten PTT geworden! Wo sind die langjährigen Briefträger, wie sie im Buch «Der Briefträger vor 50 Jahren» von Hans Schmidiger beschrieben werden?

Alfred Liechti, Langnau
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