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Liebe Parlamentarier

Schon bald werden im Bundeshaus die Sitze wieder mehr oder weniger besetzt sein. Ihr könnt euch jetzt zurücklehnen und euch in den Schützengräben verschanzen. Nach vier Jahren könnt ihr uns dann mit hocherhobenem Kopf erklären, wie viele Vorlagen ihr erfolgreich verhindert habt. Leider haben wir Wähler es verpasst, die konstruktive Mitte zu stärken.

Fazit: Die Rechten haben für jede Lösung ein Problem. Dafür haben die Linken und Grünen für jedes Problem keine Lösung. Ich würde sehr gerne das Gegenteil erfahren.

Kurt Brechbühl, Langnau

Zum Artikel «Sanierungsprojekt geht bachab – vorerst»in der «Wochen-Zeitung»vom 31. Oktober.

Was nützt eine Bachverbauung, wenn danach die Pflege und Überwachung der gesetzten Bäume und Sträucher fehlt. Schon längere Zeit hängen die Sträucher im Gohlgraben mitten in das Bachbett. Bei einem grösseren Unwetter könnten die grossen Äste das mitgebrachte Geröll stauen, so dass das Wasser einen anderen Weg suchen muss. Auch die Sicherheit des Strassenverkehrs ist teilweise durch die Sträucher längs des Baches gefährdet.

Warum so viel Geld für eine Bachverbauung ausgeben? Wenn schon, dann sollte später trotzdem für die Sicherheit von Bach (Wasserlauf) und Strasse gesorgt werden.


Heidi Bracher, Gohl

Leserbrief von Hans König, Häusernmoos. 

Der Wahlgang vom 20. Oktober hat gezeigt: Wenn die ländlichen und besonders die bäuerlichen Wählerinnen und Wähler zuhause bleiben, haben die Städte und die grösseren Ortschaften das Sagen (Stadt Bern 56 Prozent, Bolligen 60 Prozent gegenüber einigen Gemeinden im Berner Jura unter 40 Prozent und zum Beispiel Oeschenbach 36 Prozent, Rohrbach 37 Prozent). Sollten für den nächsten Wahlgang (17. November) und die kommenden Abstimmungen und Wahlen dieses Fernbleiben weiterhin anhalten, so muss sich die Landwirtschaft nicht wundern, wenn ihre Entwicklung auf dem Abstellgleis verbleibt. Demnächst stehen drei Initiativen an: Massentierhaltungsinitiative; Biodiversitätsinitiative; Initiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz.

Der Ausgang dieser Abstimmungen hat grosse Auswirkungen auf die Zukunft der Landwirtschaft in der Schweiz. Bereits heute kommen 50 Prozent der Nahrungsmittel aus dem Ausland und dieser Anteil würde unfehlbar zunehmen. Die Landwirtschaft in der Schweiz hätte das Nachsehen. Daher muss man sich nicht wundern, wenn die Landwirtschaft zunehmend Nachfolgeprobleme hat.

Leserbrief zur letzte Woche erschienen «Auszeit» von Susanne Kühni mit dem Titel «Leben und lieben lassen»: Ob die heutige Gesellschaft und damit jeder Einzelne die Homosexualität positiv oder negativ beurteilen sollen, ist wohl eine Sache, über die sich trefflich streiten lässt. Im 21. Jahrhundert sieht eben vieles anders aus als in früheren Zeiten. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde sie gebrandmarkt. Das ist die eine Seite. Die andere ist die Frage, welche Aussagen wir darüber in der Bibel finden. In der Rubrik «Auszeit» legt eine freischaffende reformierte Theologin dem interessierten Leser dar, dass die Ablehnung, die der gelebten Homosexualität vorwiegend aus evangelikalen Kreisen entsteht, der Bibel in keiner Weise entspreche. Diese Ansicht stütze sich lediglich auf Verse aus dem Alten Testament. Die Verfasserin führt dazu ziemlich absurde Beispiele an, wie etwa «Mordpläne gegenüber der Nachbarin zu schmieden, weil diese den Sabbat nicht heilige». Ob diese verdrehte Darstellung der biblischen Wahrheit willentlich geschieht oder nicht, bleibe dahingestellt. Jedenfalls tritt deutlich zutage, dass die Theologin die Aussagen zum Thema von Jesus und von Paulus im Neuen Testament völlig beiseite schiebt. Oder kennt sie deren deutliche Worte gar nicht? Das wäre erstaunlich, wenn man doch über ein jahrelanges Studium der Theologie verfügt.

Hans Peter Plüss, Konolfingen

 

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