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LANGNAU: Curler können in Zollbrück bauen – Verzicht auf Baurecht in Langnau
02.02.2012 Langnau/Zollbrück: Der Grosse Gemeinderat genehmigt einen 1,5-Millionen-Kredit für die neue Curlinganlage in Zollbrück. Grünes Licht erhält somit auch das Bauprojekt in der Ilfishalle.
Bruno Zürcher
Wenn man mehr erhält und erst noch weniger zahlen muss, haben auch Politiker nichts zu meckern. «Wir können uns kurz halten», meinte etwa Paul Aeschlimann von der FDP. Adrian Schranz sagte im Namen der Fraktion SP-Grüne: «Es gibt nichts gegen diese Mitfinanzierung einzuwenden. Es steckt ja auch kein Investor aus Tschetschenien hinter dem Projekt.» Ohne Gegenstimmen genehmigte der Grosse Gemeinderat den Beitrag für den Bau der neuen Anlage des Curlingclubs Langnau. Zu stehen kommen wird die Drei-Rink-Anlage in Zollbrück, unmittelbar hinter dem «Jakob-Markt». Die 1,5 Millionen Franken werden für die Abgeltung des Baurechts entrichtet, das dem Curlingclub Langnau bei der Ilfishalle zustehen würde. Der Präsident des Curlingclubs Langnau, Toni Bichsel, unterzeichnete noch am Montagabend die entsprechende Verzichtserklärung. Er zeigte sich sehr erfreut, dass das Langnauer Parlament auch ein Projekt ausserhalb der Gemeinde goutiere. «Das ist ein grosses Bekenntnis zum Curlingclub Langnau», meinte Toni Bichsel. Neubau kostet 3,05 Millionen Für den Neubau in Zollbrück und gegen den Einbau einer Curlinganlage im ehemaligen Coop an der Oberstrasse in Langnau sprachen in erster Linie finanzielle Gründe. «Die Anlage in Zollbrück kostet den Club mindestens 400’000 Franken weniger», rechnet der Präsident vor. Auch die Gemeinde Langnau wird finanziell entlastet: Obwohl sie an die Curlinghalle in Zollbrück 1,5 Millionen beisteuert und die Planungsarbeiten im ehemaligen Coop bereits einiges an Geld verschlungen haben, kann die Gemeinde ihren Finanzhaushalt um mehr als eine Million Franken entlasten. Insgesamt wird das Bauvorhaben 3,05 Millionen Franken kosten. Neben der Gemeinde und dem Curlingclub wird sich die Grundeigentümerin, Viandor-Immobilien AG von Manfred Humbert, mit 750’000 Franken beteiligen. Beim Stadion kann gebaut werden Dieser Kredit bilde das letzte Puzzleteil, welches für den Start des Umbaus und der Sanierung beim Ilfisstadion noch gefehlt habe, meinte Gemeindepräsident Antener zufrieden. Noch keinen Baustart in Aussicht haben die Schwinger. Bernhard Antener präsentierte aber drei mögliche Standorte für einen Schwingkeller (siehe Kasten). «Wenn man sich von der Vorstellung eines Schwingkellers löst, hat man plötzlich viele Möglichkeiten», meinte der Gemeindepräsident. Als nächstes wird der Schwingklub Langnau die Vor- und Nachteile der drei Standorte abwägen und dann unmittelbar die Realisation vorantreiben. «Wir sind froh, dass es vorwärts geht», meinte Franz Schlüchter, Präsident des Schwingklubs Langnau. Er hofft, dass der Schwingkeller noch in diesem Jahr eingerichtet werden kann.
Drei mögliche Standorte für die Schwinger • Beim Freibad Langnau könnte im ähnlichen Stil ein Schwingkeller erstellt werden, wie einst für den Budoklub (Judo, Ju-Jitsu und Aikido) ein Lokal gebaut wurde. Dabei wurde eine freistehende Garderobe um einen Stock erhöht und mit einer Aussentreppe erschlossen. Derzeit werde dieser Standort favorisiert, zumal hier auch keinerlei Zonenanpassung nötig wäre. • Ebenfalls als Lokal für den Schwingklub würde sich der Raum im ersten Stock des Feuerwehrmagazins eignen. Dieser steht derzeit leer und würde Platz für sechs Sägemehlringe bieten. • Der dritte Standort befindet sich auf dem Zeughausareal. In dem Bereich des Areals, das die Gemeinde erwerben wird, steht auch ein Gebäude. Dieses befindet sich am hinteren Rand des Areals, nahe der Ilfis. Bis jetzt ist die Nutzung des Gebäudes – abgesehen von einem Wachtlokal fürs Militär – noch offen.
Ifisstadion: «Am 1. April legen wir los.» «Nun haben wir endlich grünes Licht für das Bauprojekt beim Ilfisstadion», stellte Gesamtbauleiter Urs Willen nach dem Entscheid des Gemeindeparlaments erleichtert fest. Viel Vorlaufzeit bleibt dem Planungsgremium nicht – «wir werden am 1. April mit den Arbeiten beginnen», erklärt Willen. Die intensiven Bauarbeiten werden bis im Oktober andauern – am 20. Oktober 2012 wird das erste Heimspiel der SCL Tigers stattfinden. Die Bauarbeiten werden zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sein, sie werden aber während der Wintermonate eingestellt. Im Herbst 2013 soll die Ilfishalle samt Anbau in neuem Glanz erstrahlen. Welche Arbeiten stehen derzeit an? «Momentan laufen die Ausschreibungen. Nun können wir endlich die Werkverträge abschliessen, damit die Firmen im April startklar sind», erklärt der Gesamtbauleiter.
Die «Wochen-Zeitung» wird regelmässig im «Baurapport» über die Arbeiten berichten.
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