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Die Hundeausbildung läuft weiter – auch ohne Obligatorium
Die Hundeausbildung läuft weiter – auch ohne Obligatorium Hundekurse: Die ­Abschaffung der obligatorischen Hundekurse hat viel zu reden gegeben. Die Hundespezialisten scheinen mit der neuen ­Situation gut zurecht zu kommen. 
Auf Anfang Jahr hob der Bundesrat das 2008 eingeführte Obligatorium für Hundekurse mit Sachkundenachweis (SKN) wieder auf – aufgrund eines Beschlusses des Parlaments. Bundesrat und Parlament beriefen sich dabei auf einen Bericht des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und
Veterinärwesen. In diesem war zu lesen, dass sich bezüglich aggressivem Verhalten von Hunden seit der Einführung des Kurse-Obligatoriums keine Unterschiede eingestellt haben. Aufgrund dieses Umstandes wollte das Parlament die «unnötige Bürokratie» abschaffen.

Die meisten Kantone handeln nicht
Seit diesem Jahr ist es den Kantonen überlassen, ob sie Hundekurse vorschreiben oder andere Auflagen definieren – wie beispielsweise Rassenlisten. Im Kanton Luzern musste der Regierungsrat aufgrund einer parlamentarischen Anfrage zu diesem Thema Stellung beziehen. Die Regierung erachte es nicht als notwendig, Anpassungen vorzunehmen, schrieb sie in der Antwort auf die Anfrage. Ebenfalls in den meisten anderen Kantonen – darunter auch Bern – wurden keine Ersatzmassnahmen für das wegfallende Obligatorium getroffen.

Hundeprofis sind nicht unglücklich

Barbara Künzli war im Kynologischen Verein Unteremmental für die obligatorische Ausbildung mit Sachkundeausweis zuständig. Bisher habe die Aufhebung des Obligatoriums im Verein noch keine Auswirkungen. Sie geht jedoch davon aus, dass die Nachfrage für solche Kurse in Zukunft zurückgehen wird. Die Hundetrainerin hofft aber, dass nun – wie der Bundesrat dies auch empfiehlt – vor allem Erst-Hundehalterinnen und -hundehalter einen Kurs besuchen werden. «Klar ist, dass das Obligatorium die Hundebesitzer sensibilisiert hat. Wir erhalten nun viel mehr Anfragen von Leuten, die sich vor dem Kauf eines Hundes bei uns Informationen holen. Zumindest dies ist eine positive Auswirkung des Obligatoriums», so Barbara Künzli.
Ähnlich sieht dies die Präsidentin des Kynologischen Vereins Oberemmental, Priska Blaser. «Die Auflage, einen Kurs besuchen zu müssen, schreckte einige vor einem Hundekauf ab. Das ist gut so. Wer diesen Aufwand nicht auf sich nehmen will, ist wahrscheinlich nicht geeignet einen Hund zu halten.» In Sachen Ausbildung will man aber auch im oberen Emmental vorwärts machen. «Wir bieten diese Kurse weiterhin an, sofern sie noch gefragt sind», sagt Priska Blaser. Wie der Kynologische Verein Unteremmental will man auch in Langnau einen neuen Grundkurs lancieren, der für Halter und Hunde attraktiver sein soll als der bisher obligatorische Kurs.

Am Ziel vorbeigeschossen

Hansueli Beer, Präsident der Kynologischen Gesellschaft (SKG) bedauert zwar, dass das Kursobligatorium aufgehoben wurde. Wie andere Fachleute hätte auch er gehofft, dass die Ausbildungspflicht auf Erst-Halter beschränkt worden wäre, diese dafür gründlicher hätten ausgebildet werden können. Bis letztes Jahr mussten alle Hundehalter – ob sie ihren ersten Hund hatten oder erfahrene Kynologen waren – vier Stunden Theorie «absitzen» und nochmals soviel praktische Ausbildung absolvieren. Dies galt für den Halter und auch für alle andern Personen, die sich mit dem Hund beschäftigten. «Für die Theorie reichte die Zeit längst aus, hingegen für die praktische Ausbildung sind vier Stunden eindeutig zu wenig, wenn die Kursteilnehmer Einsteiger sind», so die Erfahrung des Ausbildners und SKG-Präsidenten. Ein weiter Mangel an der vorgeschriebenen Ausbildung war, dass diese – Obligatorium hin oder her – von vielen Hundehaltern nie absolviert wurde. Eine Kontrolle oder gar Strafe mussten sie in der Regel nicht befürchten.
«Für uns ist klar, dass das Obligatorium am Ziel vorbeigeschossen hat», sagt Hansueli Beer. «Wichtig ist jetzt, dass wir auf freiwilliger Basis eine gute Ausbildung bieten, die von möglichst vielen Hundehalterinnen und -haltern genutzt wird.»

Ausbildung ist nicht ganz umsonst

Infolge der plötzlichen Nachfrage durch die SKN-Kurspflicht absolvierten zahlreiche Ausbildungsanbieter den entsprechenden Trainerkurs. Ist ihre Ausbildung nun nichts mehr wert? Hansueli Beer relativiert: «Gute Qualität wird sich durchsetzen. Hundetrainer und -trainerinnen, die ihre Ausbildung bei der SKG absolviert haben, verfügen über ein breites Fachwissen und die notwendige Praxiserfahrung. Sie werden auch in Zukunft gefragt sein.» Zudem werde die Ausbildung für ihre Trainer stets weiterentwickelt. Ein Fernziel sei, die Berufsbildung Fachfrau/Fachmann Hund mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) zu schaffen. Noch stünden sie mit dieser Idee aber erst am Anfang, sagt Hansueli Beer.
16.02.2017 :: Jakob Hofstetter
 
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