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Ohne ein Ja in Zäziwil müsste Oberhünigen die Schule schliessen
Ohne ein Ja in Zäziwil müsste  Oberhünigen die Schule schliessen Oberhünigen:

An der Gemeindeversammlung stimmten die Anwesenden über die Zukunft ihrer Schule ab. Mit Spannung wird nun das Abstimmungsresultat aus Zäziwil erwartet. 

Die Behörden können vorerst aufatmen. Rund zwei Jahre und hunderte Stunden Arbeit, Gespräche und Infoanlässe liegen hinter ihnen. Nun haben die 39 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung definitiv Ja gesagt zur Änderung des Organisa-
tionsreglements und zum Zusammenarbeitsvertrag mit Zäziwil. Somit steht einer Zusammenlegung der Primarschulen beider Gemeinden nichts mehr im Weg – sofern am 12. Dezember auch die Zäziwiler Stimmberechtigten dem Projekt grünes Licht geben. «Sollte dies nicht der Fall sein, stehen wir fast wieder am Anfang», antwortete die Oberhüniger Schulkommissionspräsidentin und Gemeinderätin Beatrice Wittwer auf die entsprechende Frage eines Anwesenden an der Gemeindeversammlung. 

Ein Nein wäre das Aus für die Schule

Doch an eine Absage Zäziwils denkt niemand gerne. Denn ein Nein würde bedeuten, dass Oberhünigen wegen der sinkenden Schülerzahl seine Schule schliessen müsste (die «Wochen-Zeitung» berichtete). Kommt das Projekt hingegen zustande, wird ab dem Schuljahr 2019/2020 die «Schule Region Zäziwil» ins Leben gerufen mit Sitz und Verwaltung in Zäziwil. Nebst dem eigenen Schulhaus würde Zäziwil das Schulhaus in Oberhünigen mieten und dort ein Oberstufenzentrum für die Realschüler (7. bis 9. Klasse) beider Gemeinden einrichten. Die Kindergärteler bis und mit der sechsten Klasse würden in Zäziwil unterrichtet, die Sekundarschüler wie bisher in Grosshöchstetten. Oberhünigen hätte dank zwei von fünf Sitzen in der Schulkommission nach wie vor ein Mitspracherecht. Weil der lange Weg für die Unterstufenschüler als unzumutbar beurteilt wird, ist für sie ein Schulbus sowie eine Tagesschule vorgesehen. Für die Oberstufenschüler gäbe es je nach Bedarf ebenfalls eine Tagesschule. «Den Weg jedoch müssten sie selber unter die Räder nehmen», sagte Beatrice Wittwer. «Die Experten beurteilten diese Strecke durchaus als zumutbar für Oberschüler.»

Ein Gewinn für beide Gemeinden

Eine Win-Win-Situation sei das Projekt deshalb, erklärte Beatrice Wittwer, weil Zäziwil froh sei um den zusätzlichen Raum, den das Schulhaus Oberhünigen kurzfristig bietet. Denn aufgrund der regen Bautätigkeit werden in Zäziwil in den nächsten Jahren mehr Schülerinnen und Schüler erwartet. Wie viele es sein werden, weiss jedoch noch niemand. Klar ist nur, dass der Platz im Schulhaus Zäziwil schon jetzt knapp ist. Das Projekt gebe der Gemeinde Zäziwil mehr Luft, eine längerfristige Raumplanung auszuarbeiten. 

Budget 2019 und Wiederwahl

An der Gemeindeversammlung wurde der Gemeinderat Beat Hodel in stiller Wahl wiedergewählt. Auch das Budget 2019 nahmen die Stimmbürger an. Für das neue Jahr wird mit einem Aufwandüberschuss im Gesamthaushalt von 82’200 Franken gerechnet, das bei einem Gesamtaufwand von 1,41 Millionen Franken. Der Verlust kann durch den bestehenden Bilanzüberschuss gedeckt werden. 

Die Nettoinvestitionen betragen 2019 insgesamt 56’000 Franken. Geplante Investitionen sind unter anderem die ICT-Aufrüstung im Schulhaus Oberhünigen (je 50 Prozent der Kosten übernehmen Oberhünigen und Zäziwil) sowie die Arbeiten an der Schwendlenstrasse–Obermoos. 

 

13.12.2018 :: Rebekka Schüpbach
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