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«Endlich wieder schmerzlos spielen»

«Endlich wieder schmerzlos spielen»
Miro Zryd konnte heuer verletzungsbedingt noch keine Meisterleistung zeigen. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers: Miro Zryd lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Er weiss, was er wert ist – und geht seinen Weg. Kein Wunder, hält ihn auch eine Handverletzung nicht länger auf.

«Mir geht es gut. Ich bin zufrieden, dass ich letzte Woche schon wieder ohne Schmerzen spielen konnte», sagt der 27-jährige Verteidiger Miro Zryd. Auch ein Blick auf die Statistik, die derzeit wahrlich nicht zu seinen Gunsten ausfällt (19 Spiele, 1 Punkt), bringt den Adelbodner nicht aus der Ruhe. «Klar, mir fehlen einige Spiele und somit eine gewisse Sicherheit, aber ich lasse mich von dem nicht stressen. Ich habe mir die Verletzung ja nicht ausgesucht.» Ausserdem gebe es noch diverse andere Spieler, die verletzungsbedingt erst spät in die Meisterschaft eingreifen können.

Zryd ist zuversichtlich, mit zunehmender Spielpraxis wieder auf Touren zu kommen und sein Bestes geben zu können. Denn genau dort sieht der Tigers-Rückkehrer den Hund begraben: «Eine sichere und gute Leistung brauche nicht nur ich, sondern das ganze Tigers-Team». Er habe das Gefühl, es sei die Konstanz, die dem Team fehle. «Irgendwie schaffen wir es nicht, über drei Drittel hinweg mit der gleichen Qualität zu spielen. Meistens hapert es an ganz einfachen Standard-Situationen. Aber genau das wäre wichtig, um die Parteien zu gewinnen, die wir so knapp und eigentlich blöd verloren haben».

Umweg mit drei Titeln

Nach vier Jahren ist Miro Zryd zu
jenem Klub zurückgekehrt, der ihm die erste Chance in der NLA gab:
den SCL Tigers. Der heute 27-jährige Adelbodner stieg 2015 mit den Emmentalern, die vom schwedischen Olympiasieger und Weltmeister Bengt-Ake Gustafsson trainiert wurden, in die höchste Spielklasse auf. Im aktuellen Kader ist Miro Zryd der einzig Übriggebliebene der damaligen Aufstiegsmannschaft. Nach drei NLA-Saisons suchte er nach einer neuen Herausforderung und wechselte zusammen mit Yannick-Lennart Albrecht zum EV Zug, mit dem er 2019 den Schweizer Cup gewann und nach dem mit 1:4 verlorenen Playoff-Final gegen den SC Bern auch Vizemeister wurde. Die zweite Saison bei Zug verlief nicht mehr wunschgemäss, genauso wie die letzte beim
SC Bern; und dies trotz des Gewinns des Schweizer Cups. Der Vertrag mit dem Langnauer Kantonsrivalen wurde vorzeitig aufgelöst und damit wurde die Rückkehr von Miro Zryd ins
Emmental möglich.

25.11.2021 :: Olivia Portmann (opk)