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Nach gutem Saisonstart ein erster Dämpfer

Nach gutem Saisonstart ein erster Dämpfer
Jesper Olofsson spielte in den ersten Partien stark. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers:

Mit vier Punkten aus den ersten drei Partien sind die SCL Tigers durchzogen in die Meisterschaft 2021/22 gestartet. Nach dem überraschenden Auftaktsieg in Lugano am letzten Freitag (4:1) folgten zwei Heimniederlagen gegen Servette (4:5 n.P.) und Ambri-Piotta (1:3). War die Stimmungslage bei den Langnauern nach den ersten beiden Partien, in denen sie viel Kampfgeist gezeigt hatten, noch sehr positiv, ist der Nuller von vorgestern Dienstag gegen Ambri eine erste Enttäuschung in der noch jungen Spielzeit. 

Der Equipe von Jason O´Leary gelang es gegen die Leventiner zu keinem Zeitpunkt, den gleichen Elan wie in den ersten beiden Partien aufs Eis zu bringen. Vor allem in der Abwehr fehlten in der Startphase die nötige Aufmerksamkeit und Entschlossenheit, weshalb die Begegnung nach 18 Minuten und einem 0:3-Rückstand früh gelaufen war. Beim 0:1 konnte Ambris Kostner ohne angegriffen zu werden übers gesamte Eisfeld spazieren, beim 0:2 leistete sich Joel Salzgeber einen groben Scheibenverlust und beim 0:3 waren gleich sämtliche Langnauer lediglich Statisten.

 Und in der Offensive zeigten sich die zuvor so überzeugenden Ausländer für einmal wenig kaltblütig. Sinnbildlich dafür war Topskorer Jesper Olofsson, der in den ersten beiden Spielen vier Treffer erzielte, gegen Ambri aber drei absolute Top-Möglichkeiten versiebte – wobei bei seinem Pfostenschuss im ersten Drittel auch Pech dabei war. Dass der einzige Tigers-Torschütze des Abends mit Harri Pesonen kein Schweizer war, überraschte insofern nicht, weil Langnaus Angriff bis anhin fast ausschliesslich von seinem ausländischen Personal lebte.

Acht der bisherigen neun erzielten Tore gingen aufs Konto der Ausländer. Ein Wert, von dem man in der Vorsaison nur träumen konnte, als man aus Kostengründen oft mit nur einem oder zwei ausländischen Spielern antrat. Diesbezüglich dürften die Emmentaler in diesem Herbst weitaus konkurrenzfähiger sein als noch vor Jahresfrist. Doch Trainer O´Leary mag eine solche Diskussion gar nicht erst führen. «Unsere Ausländer sind nicht schlecht», sagt der Kanadier. «Aber die ganze Mannschaft hat bisher gut gekämpft und hart gearbeitet. Zudem fielen einige Tore auch im Powerplay, das gehört einfach zur Aufgabe der Ausländer.»

Vielmehr beschäftigt den 43-Jährigen, was es noch zu verbessern gilt. Er sagt: «Die Disziplin muss besser werden. Und in der neutralen Zone müssen wir ruhiger spielen, nicht so hektisch.» Gelegenheit, die Vorstellungen des Coaches umzusetzen, hat die Mannschaft bereits morgen Freitag. Dann steht ein erster Höhepunkt der noch jungen Saison an, wenn die SCL Tigers zum Derby in die Hauptstadt fahren. Besonders brisant: Mit vier Niederlagen in vier Spielen macht beim SC Bern bereits wieder der Begriff «Krise» die Runde.

16.09.2021 :: Christoph Schär (css)