Gemeinde mietet Halle für Feuerwehr

Langnau: Um das Feuerwehrmagazin neu bauen zu können, muss die Gemeinde die Feuerwehr temporär auslagern. Nun hat sie eine Lösung gefunden: eine Halle der Multi-Extrakt AG.

«Das bestehende Feuerwehrmagazin an der Hinterdorfstrasse 31 wird aufgrund des baulich schlechten Zustandes sicherheitshalber halbjährlich statisch kontrolliert», schreibt der Gemeinderat Langnau in einer Mitteilung. «Die letzte Überprüfung durch den beauftragten Ingenieur (Mai 2021) verdeutlichte, dass sich die Situation weiter verschärft hat. Für die Feuerwehr bedeutet dies, dass noch vor dem Wintereinbruch eine Zwischenlösung gefunden werden muss, weil die Sicherheit des Gebäudes nicht mehr gewährleistet werden kann.» Für den Gemeinderat bedeutete dieser Bescheid, dass er rasant wie die Feuerwehr nach einer Zwischenlösung suchen musste. 

Der für das Bauwesen zuständige Gemeinderat, Beat Gerber, orienterte am 21. Juni bereits die Mitglieder des Gemeindeparlaments: «Wir haben zwei Varianten: Auf der Zeughausmatte könnte man ein Zelt oder eine Stahlhalle aufstellen. Dann besteht noch die Möglichkeit, dass wir eine Halle mieten könnten. Doch das ist noch nicht entschieden.» 

Geld für Umbau und Betrieb 

Nun ist klar, dass die Gemeinde einen Teil einer Halle mieten kann. Es handelt sich um jene am westlichen Rand des Zeughausareals, welche sich seit 2012 im Besitz der benachbarten Multi-Extrakt AG befindet. Um in der aus dem Jahr 1962 stammenden Lagerhalle ein Feuerwehrmagazin einzurichten, hat der Gemeinderat eine Nachkredit von 95´000 Franken genehmigt. Unter anderem müssen andere Tore montiert werden, zudem muss der rund 20 mal 30 Meter grosse Raum beheizt werden können. 

Gleichzeitig hat der Gemeinderat beschlossen, in den Budgets ab 2022 bis zum Bezug des neuen Feuerwehrmagazins die jährlich wiederkehrenden Kosten von rund 100´000 Franken zu berücksichtigen.  

Die Planungsarbeiten für den Ersatzbau wurden in Angriff genommen. Das neue Feuerwehrmagazin wird voraussichtlich Ende 2024 bezugsbereit sein. Der Gemeinderat rechnet mit Baukosten von maximal fünf Millionen Franken.

15.07.2021 :: Bruno Zürcher (zue), pd