Nielsen senior mit Nielsen junior

Nielsen senior mit Nielsen junior
Jens Nielsen kann bestens mit jungen Spielern umgehen. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers:

SCL-Tigers-Assistenztrainer Jens Nielsen wird morgen in einer Woche, am 23. Oktober, 51-jährig. Der Däne wird am Abend seines Geburtstages beim Meisterschaftsspiel in Rapperswil zusammen mit dem schwedischen Headcoach Rikard Franzén an der Bande stehen. Nielsen und Franzén gelten in der Weltklasse-Eishockeynation Schweden als sogenannte Kultspieler zweier legendärer Klubs. Nielsen als «Mister Leksand», sein Vorgesetzter bei den SCL Tigers als «Mister AIK Stockholm». Allein für Leksand hat Nielsen in 18 Saisons 685 Qualifikations- und Playoffspiele bestritten und 495 Skorerpunkte gesammelt – 198 Tore und 297 Assists. Und mit 611 Strafminuten war er auch einer der «Bösesten» der Blauweissen. Am 24. August vergangenen Jahres wurde er zum Legendenspiel aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Eishockeyklubs Leksand eingeladen. Doch damit nicht genug. Am 20. Dezember spielte er nicht mehr zum Plausch mit ehemaligen Teamkameraden, sondern tatsächlich nochmals um Meisterschaftspunkte. In der dritten Division mit Häradsbygdens, einer Mannschaft aus Leksand und Umgebung. 
Das Spezielle an der Geschichte: der 50-jährige Jens Nielsen bildete als rechter Flügelstürmer die dritte Angriffslinie mit dem 18-jährigen Center Oscar Lundin und seinem 21-jährigen Sohn William. Und sie waren am 11:1-Kantersieg gegen Vansbro AIK vor 133 Zuschauern entscheidend beteiligt: Nielsen senior mit einem Tor und zwei Assists, Nielsen junior mit zwei Toren und einem Assist sowie Lundin mit je einem Tor und Assist. 

Vater-Sohn-Teams auch bei uns
Meisterschaftsspiele mit Vater und Sohn hat es auch in unserer NLB schon gegeben. Beispielsweise mit dem finnischen Weltmeistertorhüter Ari Sulander und Santtu bei den GCK Lions, mit dem russisch-ukrainischen Weltmeister-Verteidiger Waleri Schirjajew und Ewgeni bei La Chaux-de-Fonds oder mit Régis Fuchs und Jason ebenfalls bei La Chaux-de-Fonds. Übrigens: Jens Nielsen wäre vor 16 Jahren beinahe auch als Spieler bei den Emmentalern gelandet. In der NLA-Meisterschaft 2004/05, als die komplette NHL-Saison abgesagt wurde und die Langnauer insgesamt 13 Ausländer einsetzten, interessierte sich der damalige Headcoach Jim Koleff unter anderem auch für den Leksand-Topskorer Jens Nielsen. Zu einem Vertragsabschluss kam es jedoch nicht, und so wechselte Nielsen Mitte November 2004 zum NLB-Klub Thurgau. Seine Erinnerungen an den damaligen Abstecher in die Schweiz dürften allerdings nicht besonders rosig sein. Trotz 42 Skorerpunkten in 27 Spielen stieg er mit den Ostschweizern nach einer chaotischen Saison mit Felix Burgener als Klubbesitzer, Präsident, Sportchef und Trainer in Personalunion in die 1. Liga ab.Nielsen senior mit Nielsen junior

15.10.2020 :: Werner Haller (whz)