Eine Falschmeldung und viel Vorfreude

Eine Falschmeldung und viel Vorfreude
Nach dem Cupspiel gegen Huttwil steht für Tim Grossniklaus und seine Teamkollegen das erste Heimspiel an. / Bild: zvg

Nach langen 223 Tagen bestreiten die SCL Tigers übermorgen Samstag gegen Biel endlich wieder ein Meisterschaftsheimspiel. Der Gegner ist der gleiche wie am 29. Februar (4:2 für Langnau), anders als damals, als die letzten beiden Runden wegen der Corona-Pandemie kurzfristig als «Geisterspiele» ausgetragen wurden, ehe die Saison schliesslich ganz abgebrochen wurde, darf die Halle nun immerhin wieder knapp zur Hälfte gefüllt werden.

Mit drei Ausländern?

Sportlich gesehen treten die Tigers – im Gegensatz zur Partie vor sieben Monaten – als klare Aussenseiter an. Immerhin: Gegen die Seeländer kann Trainer Rikard Franzén vielleicht sogar drei Ausländer einsetzen. Neben Ben Maxwell dürfte der neu verpflichtete schwedische Verteidiger Erik Brännström (siehe  Spalte links) sein Debüt geben. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass Robbie Earl zum Einsatz kommen wird. Der Amerikaner, der sich nach wie vor nicht von seiner schweren Hirnerschütterung aus der Vorsaison erholt hat, ist im Training dabei, über einen Einsatz wird kurzfristig entschieden. Das Gleiche gilt für Goalie Ivars Punnenovs, der einmal mehr mit Adduktorenpro-blemen kämpft, das Training aber wieder aufgenommen hat.

«Blichfeld ist kein Thema»

Gar auf einen vierten ausländischen Verstärkungsspieler dürfen die Fans der finanziell angeschlagenen SCL Tigers vermutlich (noch) nicht hoffen. Der dänische Stürmer Joachim Blichfeld, dessen Namen zuletzt durch die Medien geisterte, wird nicht ins Emmental wechseln. «Diese Meldung war falsch. Seine Verpflichtung ist derzeit kein Thema», sagt Sportchef Marc Eichmann bestimmt.

Gelassener beantwortet Langnaus sportlicher Leiter die Frage, ob er die Einschätzung der meisten Experten teile, dass die Tigers die Saison auf dem letzten Platz beenden und gegen Biel deshalb chancenlos sein werden. «Das ist die Meinung der Journalisten», sagt Eichmann mit einem Lachen. «Wir freuen uns jetzt einfach auf unser erstes Heimspiel. Wir sind von unseren Qualitäten überzeugt und wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen.»