Kälteanlage wird zuerst repariert

Hasle: Die Brünnli AG muss in die Kälteaufbereitungsanlage der Eishalle investieren. Die Arbeiten in Zusammenhang mit der Hallenfeuchtigkeit werden um ein Jahr verschoben.

Ursprünglich war geplant, in diesem Frühjahr die erste Etappe der Massnahmen gegen die Feuchtigkeit in der Eishalle Brünnli in Hasle in Angriff zu nehmen. Weil die Luft in der Halle zu feucht ist, leiden die Trägerbalken. Doch nun hat der Verwaltungsrat der Brünnli AG entschieden, diese Arbeiten auf nächstes Jahr zu verschieben. Jetzt stehen grössere Investitionen in die Kälteaufbereitungsanlage an. Diese seien nicht vorhersehbar gewesen, sagt Marco Kindler, Verwaltungsrat mit dem Ressort Bau bei der Brünnli AG. So müssten sie eine ausserordentliche Revision des Kompressors vornehmen lassen, was Kosten von rund 40’000 Franken verursache. Gleichzeitig soll auch der Elektromotor der Kälteanlage ausgewechselt werden. «Wir haben festgestellt, dass die Stromkosten in den letzten Jahren stetig angestiegen sind», nennt Marco Kindler den Grund dafür. Mit dem neuen Motor könnten zehn bis 15 Prozent dieser Kosten eingespart werden. Der Verwaltungsrat rechnet mit Ausgaben von insgesamt 75’000 Franken. «Dieses Geld fehlt uns andernorts, eben zum Beispiel bei den Massnahmen gegen die Hallenfeuchtigkeit», sagt Kindler. Die erste Etappe war mit 80’000 Franken veranschlagt.

Überwachung mit Sonden

Die Feuchtigkeit in der Brünnlihalle ist seit Jahren ein Thema. Mit verschiedenen Massnahmen will der Verwaltungsrat das Problem in den Griff bekommen, etwa mit einer Schleuse beim Eingang, indem die Fassade an einigen Stellen abgedichtet wird und mit Opferlamellen an den Dachbalken. Diese verhindern, dass Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann. Schliesslich soll die Entlüftungsanlage aufgerüstet werden. 

Der Zustand der Dachkonstruktion wird weiter überwacht. «Im Juni steht die nächste Inspektion an», erklärt Marco Kindler. Dank Sonden an den drei Dachträgern könnten sie die Feuchtigkeit des Holzes und die Temperatur messen. Diese Daten würden weiterhin erhoben. «Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Situation wesentlich verändert hat.»