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Jahr für Jahr steigen die Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die in Notfallstationen eingeliefert werden. Diagnosen: Hyperaktivitätsstörung, Bindungsstörung, Angststörung, Persönlichkeitsentwicklungsstörung, Essstörung und viele mehr. 35’000 Kinder und Jugendliche erhalten schweizweit Psychopharmaka, damit sie diese Schule ertragen, damit die Lehrer diese Schüler ertragen. Auf das existenziell wichtigste Gut, nämlich auf die Gesundheit der Schulkinder haben die Experten keine Antwort. Im Gegenteil, die ganze Berner Schule soll für 200 Millionen superdigitalisiert werden. Resultat: noch weniger menschliche Zuwendung und Wärme, dafür mehr Abwärme. Die Gesundheit der Schulkinder wird so noch mehr abnehmen. Wir brauchen deshalb einen Stopp und eine breite Diskussion. Die Experten haben sich verrannt. Deshalb ja zur Schulinitiative.



Michel Seiler, Trubschachen

«Menschenrechte» werden in anderen Ländern mit Füssen getreten. Ich bin froh, dass wir in der Schweiz noch in einer direkten Demokratie leben. Hier hat das Volk das Sagen! So steht es in unserer Kantonsverfassung. Fakt ist, dass heute der Regierungsrat in alleiniger Kompetenz neue Lehrpläne in Kraft setzen kann. Und dieser versalzt uns mächtig die Suppe. Diese undemokratische Beilage muss dringend geändert werden. Übrigens das Geld kommt vom Volk, denn nur das Volk hat ein wirkliches Interesse an einer «starken Demokratie». Und diese wird im Moment mit allen Füssen getreten. Darum «Ja zu einer starken Volksschule».



Michael Schilt, Langnau

Leserbrief zum Bericht «Steht das 45-jährige Freibad vor dem Ende oder lebt es neu auf?»

Grosshöchstetten ist unbestritten eine attraktive Gemeinde am Rand der Agglomeration von Bern. Dass diese Attraktivität von einem Freibad abhängig sein soll, löst bei mir völliges Unverständnis aus. Im Gegenzug würde das heissen, dass alle Gemeinden, die über kein Freibad verfügen, vollkommen unattraktiv sind. Das Initiativkomitee, das mit dem
Slogan «Was vor Jahren geschaffen wurde, und noch heute Anklang findet, darf nicht zerstört werden» Werbung macht, scheint stehen geblieben zu sein. Hinzu kommt, dass eine Renovation bestimmt nicht den gewünschten
Erfolg bringt.Wenige nutzen – viele zahlen; unter diesem Motto würde ich dieses Vorhaben einordnen. Fazit: Wir haben wichtigere Probleme zu lösen, als der Nostalgie nachzutrauern. 


Thomas Witschi, Grosshöchstetten

Der Kantonsbeitrag für die Tramlinie Bern–Ostermundigen droht am Widerstand der Randgebiete zu scheitern. In den letzten Jahrzehnten wurde der ÖV in den ländlichen Gebieten massiv ausgebaut, obschon viele dieser Angebote schlecht ausgelastet sind. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts errichtete man mit je 35 Prozent Subventionsbeitrag von Bund und Kanton in ländlichen Gebieten unzählige Güterstrassen, was für viele Bauern-betriebe in unserem Streusiedlungsgebiet überlebenswichtig war. Verschiedene Umfahrungsstrassen konnten realisiert werden. All diese Projekte trug die Stadtbevölkerung mit.

Die Sanierung und der Neubau von Tramlinien verursacht hohe Kosten. Ein nicht geringer Teil der Stadtbevölkerung verzichtet heute auf das Auto, was der Umwelt und damit uns allen zugute kommt. Pendler aus ländlichen Gebieten, die in die Stadt zur Arbeit fahren, wie auch etliche Berufsschüler werden die neue Tramlinie benützen. Ich wünsche mir, dass vermehrt Solidarität und Weitblick unser Abstimmungsverhalten prägen. Stimmen wir der Tramvorlage am 4. März zu! 

Heinz Wittwer, Langnau
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