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Meine jahrelang intakte Adresse war plötzlich für die Post aus für mich unerklärbaren Gründen offenbar nicht mehr gültig. Eine Rechnung für mich wurde mit dem Vermerk «Adresse unbekannt» an den Absender zurückgesandt. Der Rechnungssteller versuchte dann per SMS und E-Mail, mich zu erreichen. Weil ich aber im Ausland war mit einem anderen Handy, war die Kontaktnahme nicht möglich. Zwei Monate später traf ein Brief einer Inkasso-Firma bei der offensichtlich doch wieder aktuellen Adresse ein – wie auch alle anderen Briefe vorher und nachher. 

Die Folgen dieses Fehlers des Zustellpersonals musste ich selber tragen. Seitens der Poststelle sah man kein Fehlverhalten und so war die Post leider nicht bereit, den Fehler zu bereinigen. Wie viel einfacher wäre für mich gewesen, wenn die Post dem Inkassobüro und dem Rechnungssteller ein Mail geschrieben hätte und zu ihrem Fehler gestanden wäre. Nur Dank dem Entgegenkommen des Rechnungsstellers wurde mir nach zahlreichen Telefonaten schliesslich grösserer Schaden erspart. 

Was ist doch aus der guten alten PTT geworden! Wo sind die langjährigen Briefträger, wie sie im Buch «Der Briefträger vor 50 Jahren» von Hans Schmidiger beschrieben werden?

Alfred Liechti, Langnau

Ich liebe es, durch Dörfer zu fahren, die beflaggt sind und so eine festliche Stimmung verbreiten. Unsere Bundesfahne mit dem weissen Kreuz im roten Feld gefällt mir besonders gut. Der christliche Glaube hinterlässt Spuren. Schon im Mittelalter benutzten die Eidgenossen Banner mit einem Kreuz, welches oft nur in der oberen rechten Ecke eingenäht oder eingefärbt war, ursprünglich auch als Kruzifix. Sicher sollte es ihnen im Kampf Tapferkeit und Trost gewähren im Gedenken an Jesu Leiden zu unserer Erlösung. Belegt ist der Einsatz eines weissen Kreuzes in der Schlacht bei Laupen 1339.  

Es gibt weltweit über 15 Staaten, die das Kreuz im Wappen tragen, so Dänemark, England, Schweden Norwegen und Finnland. Für die Schweiz wurde das Schweizer Kreuz im Bundesvertrag von 1815 zum gesamteidgenössischen Wappen bestimmt. Später benutzten auch gemeinnützige Organisationen das Kreuz als Zeichen christlicher Nächstenliebe. Beispiele: das Schweizerische Rote Kreuz, das sich zur internationalen Organisation entwickelte, das Blaue Kreuz als Institution zur Prävention von Alkohol- und Drogenkonsum. Im Logo der SBB finden wir das Kreuz als Symbol der Verbindungen von Ost–West und Nord–Süd.

Ruedi Geissbühler, Konolfingen

Ein pauschal besteuerter Geschäftsmann aus Gstaad schuldet dem Kanton Bern 2,5 Millionen Steuerfranken, die in acht Jahren aufgelaufen sind. Im Jahr müsste dieser Mann also rund 312’500 Franken Steuern zahlen. Ein «Trinkgeld» für ihn. Und trotzdem zahlt er nicht. 180 Pauschalbesteuerte wohnen alleine in Gstaad! 

Kunststück, fehlen dem Kanton Bern Gelder für die sozialen Einrichtungen. So beträgt in Grünenmatt die Zahl der Erst- und Zweitklässler 26 Schüler! Das Geld fehlt, um eine zusätzliche Klasse zu eröffnen… 

Ein zweites Beispiel: Letzte Woche habe ich am Postschalter eine CD aus Italien abgeholt. Warenwert inklusive Porto 30.80 Franken. Am Schalter musste ich 25.30 Franken Zollspesen bezahlen. Die Italiener hatten auf dem grünen Zollzettel als Warenwert 106 Euro deklariert! Die Postverzollung antwortete auf meine Beschwerde: «Massgebend sind die Angaben auf dem Paket. Eine Rückerstattung ist daher unmöglich. Nachträgliche Richtigstellungen für die Erhebung von Einfuhrabgaben müssen von der Postverzollung bei der Eidgenössischen Zollverwaltung beantragt werden. Diese berechnet für die Korrektur eine Gebühr von 30 Franken.»


Andreas Reist, Lützelflüh-Goldbach

Zum Beitrag «Petition fordert Wolfsabschuss» in der «Wochen-Zeitung» vom 6. Juni 2019.

Die Schweiz hat im Moment viele dringende Probleme zu lösen. Die paar wenigen Wölfe hierzulande sind da ein völlig nebensächliches Thema.

Die Schafhalter, praktisch nur Hobbybauern, werden in der Schweiz jedes Jahr vom Bund mit 40 Millionen Franken unterstützt. Die Steuerzahlenden können deshalb meiner Meinung nach verlangen, dass Schafhaltende ihre Tiere wolfsicher einzäunen. Die Bauern im Calandagebiet beweisen seit zehn Jahren, dass dies möglich ist.

Durch die in mehreren Kantonen gegründeten Vereine für den Abschuss aller Wölfe haben sich National- und Ständerat einschüchtern lassen. Sie vergessen, dass über 75 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer die Wolfspräsenz befürworten.

Christoph Jakob-Lüthy, Weier
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