«Asche (lateinisch beziehungsweise pharmazeutisch Cinis) ist ein fester Rückstand aus der Verbrennung organischen
Materials, also von fossilen Brennstoffen, Biokraftstoffen oder Lebewesen wie Pflanzen, Tieren und Menschen.» Diese
Definition fand ich am 18. Februar, am Aschermittwoch also, bei Wikipedia. Natürlich ist damit noch nicht alles zu
Asche gesagt. Zum Beispiel, so lese ich, wurde Asche früher in Laugenform als Putzmittel verwendet oder zur
Seifenherstellung, und man kann sie als Zahnpasta brauchen. Und hier gleich der Hinweis: Bitte nicht ausprobieren,
wenn Sie nicht fundierte Kenntnisse davon haben. Danke. Asche. Eine
grau-schwarze, pulverartige oder
grobstückige Substanz. Hinweis auf das, was einmal gewesen war und jetzt nicht mehr ist. Traditionell ein Symbol
für Schuld, Trauer oder Klage. «Asche auf mein Haupt» oder «in Sack und Asche gehen» sind Redewendungen, die von
alten Bräuchen zeugen und manchmal noch heute benutzt werden. Sie besagen: Da habe ich etwas falsch gemacht, es
ist meine Schuld, ich nehme das auf mich und gebe es
zu. Für die meisten von uns
ist das eine unangenehme Sache, die wir am liebsten vermeiden.
Im Zweifelsfall ist es viel einfacher, dem Mann, den Bürolingen, den Umständen oder dem
Wetter die Schuld zu geben.
Wer gibt schon gerne zu, dass er oder sie etwas falsch gemacht hat. Asche ist ein Symbol
für Schuld und Trauer - und Asche hat reinigende Kraft.
Einen Fehler, eine Schuld sich selbst eingestehen und vor anderen zuzugeben, ist hart - und gleichzeitig
reinigend. Der Aschermittwoch ist in unserem evangelisch
geprägten Umfeld nur wenig bekannt. Sich ein Aschekreuz auf die Stirne malen lassen als Zeichen dafür, dass wir
alle nicht ohne Schuld sind, ist uns fremd. Es könnte aber ja irgendwie auch eine reinigende Funktion haben für
unser Leben. Oder nicht?