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Klimarettung: Wo beginnt sie?

Die Klimadiskussion ist ein Thema, das in den Medien omnipräsent ist. Sie stellt uns vor Fragen, denen wir uns nicht entziehen können. Zum Beispiel die: Was tust du persönlich angesichts beängstigender Meldungen wie etwa vom offiziellen Tod eines kleineren Schweizer Gletschers? Ja, was können wir dagegen tun? Müssen wir alle Veganer werden? Ich denke, dass es weder möglich noch richtig wäre, eine solche oder ähnliche Vorschrift zu fordern.

Was wir aber tun können, ist dies: Wir müssen unser Verhalten im Bereich des Umweltschutzes ernsthaft überprüfen. Die folgende Kurzgeschichte könnte uns dabei behilflich sein: In einem Dorf in Kerala steht ein riesengrosser Baum. Niemand weiss, wie alt er ist. Dieser Baum heisst Ammamaram, das heisst Mutterbaum, und birgt in sich eine grosse Höhlung, in der ein Mensch sitzen kann. Eine
Legende erzählt folgendes: Vor vielen Jahren lebte ein Weiser in dieser Höhle. Er ass nur Früchte von diesem Baum und trug Rinde dieses Baumes als Kleidung. Nach seinem Tod fand man auf der Rinde, die er getragen hatte, folgendes aufgezeichnet: Der Baum isst selbst nicht seine süssen Früchte. Es trinkt der Fluss nicht seine eigenen Fluten. Und für sich selber regnet nicht die Wolke: Zum Nutzen anderer dient die Kraft der Guten.

Selbstverständlich wäre das keine Lösung des Problems, wenn wir alle diesen Baummenschen 1:1 kopieren würden. Wir sollten aber auf seine innere Haltung schauen. Sie ist eine Absage an das narzisstische Verhalten, an die grassierende Masslosigkeit und Gier, die Gottes Schöpfung weiterhin dem endgültigen Ruin entgegentreiben.

Die Bibel zeigt uns in vielen Geschichten, wie Gott aus Kleinem etwas Grosses heranwachsen liess. Vielleicht ist unser kleiner und schwacher Widerstand gegen die Masslosigkeit und Gier ein brauchbares Element für die Rettung der Schöpfung.


10.10.2019 ::

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