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Zweites Eisfeld in Markthalle geplant
Zweites Eisfeld in Markthalle geplant Langnau: Um ein zweites Eisfeld bauen zu können, prüft die Leitung der SCL Tigers AG eine Variante, bei der die Markthalle weiterhin bestehen würde. Huttwil sei nur eine weitere Option.
Auf der Website www.fantiger.ch ist ausführlich zu lesen, dass die Leitung der SCL Tigers prüfe, das gesamte Sportcenter in Huttwil zu mieten und zu betreiben. Der Titel des Beitrages beinhaltet zwei Fragen – «Gelingt dieser grosse Coup?» «Übernehmen die SCL Tigers das Sportcenter Hutt-wil?» – konkrete Antworten sind kaum zu finden. Erklärt wird in dem Bericht, dass eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen nur logisch wäre: Die SCL Tigers und vor allem die Nachwuchsabteilung Young Tigers benötigen dringend mehr Eiszeit, um das Niveau bei der Juniorenausbilung verbessern zu können. Und die Eishalle in Huttwil wird seit mehreren Jahren nicht mehr benützt.
Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident der SCL Tigers AG, bestätigt, dass ein Treffen stattgefunden hat: «Leute von uns haben sich die Anlage angesehen.» Nicht äussern zu den Gesprächen will sich indes der Inhaber des Sportcenters Huttwil, Markus Bösiger.

Markthalle: Gemeinsame Lösung

Konkreter als die Option, im Sportcenter in Huttwil einzusteigen, sind die Pläne, unmittelbar bei der Ilfishalle ein zweites Eisfeld zu bauen.Diese Idee ist nicht neu: Bei der Sanierung des Ilfisstadions wurde die Eisaufbereitungsanlage so bemessen, dass diese für ein zweites Eisfeld erweitert werden könnte.
2013 umschrieb Peter Jakob seine Wunschvorstellung für das zweite grosse Infrastrukturprojekt als «Eisfeld mit darüberliegendem Sport­hotel». Als Standort würde sich am besten der Platz der heutigen Markthalle eignen. Diese Vision stehe heute nicht mehr im Vordergrund, erklärt Peter Jakob. «Wir planen ein gemeinsames Projekt.» Die Markthalle soll bestehen bleiben und ein Eisfeld integriert werden. Auf Details des Projekts wolle er nicht eingehen, zumal erst ein Teil des Markthallen-Vorstandes kürzlich in die Pläne eingeweiht worden sei. Demnächst werde der gesamte Vorstand informiert, der Termin stehe schon fest, sagt Peter Jakob. Mitglieder im Verband Markthalle Langnau sind die neun Gemeinden des einstigen Amt Signau sowie Escholzmatt-Marbach, Landiswil und Trachselwald. Weiter gehören rund 50 Viehzuchtgenossenschaften sowie weitere Tierzucht-
organisationen (Ziegen, Schafe, Kaninchen, Geflügel, Schweine, Pferde) dem Verband an. Die Betreiber der Markthalle verfügen über ein Baurecht, das bis ins Jahr 2055 gültig ist. In der Markthalle ist recht viel Betrieb: Jeden Montag findet ein Kalbermarkt statt. Je einmal pro Monat stehen ein Schlachtvieh-Markt sowie eine Zuchtvieh-Auktion auf dem Programm. Daneben führen die verschiedenen Organisationen Anlässe wie die «Starparade», den Stiermarkt oder Tierausstellungen durch. Finden keine Veranstaltungen statt, dient die Halle als Parkplatz.

Kaum gleichwertiger Ersatz möglich
Dass nun eine Lösung angestrebt wird, bei der ein zweites Eisfeld realisiert werden könnte und die Markthalle bestehen bleiben würde, begründet Peter Jakob so: «Es wäre sehr schwierig, im Oberemmental einen gleichwertigen und finanzierbaren Ersatzstandort für die Markthalle finden zu können.» Am neuen Standort müsste nicht nur eine Halle erstellt werden, in der die Tiere angebunden werden können. Damit der Markthallenbetrieb funktioniert, sind viele Parkplätze für die Autos und Viehtransporter sowie ein geeignetes Lokal für das «Beizli» nötig. Beispielsweise bei den grossen Nutzviehauktionen, welche Händler aus der ganzen Schweiz anlocken, wird dieses rege besucht. Heute werden die Besucherinnen und Besucher der Auktionen jeweils in der benachbarten Kupferschmiede verpflegt.
Je nachdem wie die Idee beim Markthallen-Verband ankomme, werde dann ein detailliertes Projekt ausgearbeitet. Dieses werde auch die genauen Investitions- und Betriebskosten aufzeigen, beschreibt Peter Jakob die nächsten Schritte. «Dass der Bedarf für ein zweites Eisfeld riesig ist, zeigt die Eishalle Burgdorf, in der ganzjährig auf Eis trainiert werden kann und die meist ausgebucht ist.» Derzeit trainiert auch die erste Mannschaft der SCL Tigers regelmäs-sig in Burgdorf.
«Stehen den SCL Tigers sicher nicht im Weg»
«Wir werden den SCL Tigers wenn ­irgendwie möglich nicht im Wege ­stehen», sagt Hansueli Lüthi, Präsident des Verbands Markthalle Langnau. Peter Jakob habe die Verbandsleitung erstmals vor gut einem Jahr über die Pläne für ein zweites Eisfeld informiert. «Vor Kurzem hat er uns über den aktuellen Stand orientiert», erklärt Lüthi. «Die Idee ist sicher nicht schlecht.»
Der Verband wäre auch bereit gewesen, an einen anderen Ort umzuziehen, falls eine gleichwertige Infrastruktur zur Verfügung gestellt würde. Hansueli Lüthi hält aber fest, dass sich die Markthalle in Langnau sehr bewährt habe. 
09.07.2015 :: Bruno Zürcher
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